Von Björn Finke

Düstere Aussicht für Europa: Die Europäische Union erwartet, dass die Wirtschaft 2009 in den Mitgliedsstaaten nur noch um 0,2 Prozent wächst.

Auf Europa kommt ein hartes Jahr zu: Die Finanzkrise ist in eine weltweite Wirtschaftskrise gemündet, davon kann sich der Kontinent nicht abkoppeln. Die EU-Kommission hat ihre Wachstumsschätzung für das nächste Jahr gesenkt und erwartet nun, dass das Bruttoinlandsprodukt, der Wert aller hergestellten Güter und Dienstleistungen, in den 27 Mitgliedsstaaten nur noch um 0,2 Prozent zulegt.

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Die Wachstumsprognosen für 2009 für die europäischen Länder sehen Sie mit einem Klick auf diese Grafik. (© Grafik: SZ)

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Boom in Weißrussland

Für Deutschland sagt die Behörde Stagnation voraus - und ist damit schon sehr optimistisch. So prognostiziert die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ein Schrumpfen um 0,9 Prozent.

Am dramatischsten ist der Einbruch in Island, vergleichsweise freundlich sind die Wachstumsschätzungen für die armen osteuropäischen Staaten. Zum Beispiel soll die Wirtschaftsleistung Weißrusslands nach Berechnungen der Osteuropabank EBRD um 7,2 Prozent zunehmen.

Das heißt aber nicht, dass diese Länder besonders gut durch die Krise kämen. Die Staaten wachsen von einem deutlich niedrigeren Niveau und haben viel aufzuholen.

Daher sind die Steigerungsraten höher als in entwickelten Ländern. Doch im Vergleich zu 2007 oder 2008 bremst auch dort die Wirtschaft scharf ab. Die EU empfiehlt Konjunkturprogramme zur Abfederung der Turbulenzen. Einige Regierungen haben sie bereits verabschiedet, andere diskutieren noch darüber.

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(SZ vom 27.11.2008/hgn)