Früher hieß die Versammlung der Mächtigen G 7, dann G 8, jetzt G 20 - die informelle Weltregierung wird vielfältiger. Ihr gehören immer mehr Staaten an.
Lange Zeit hielten sich Chinas Politiker auf der Weltbühne zurück. Was die Regierung in Peking erreichen wollte, brachte sie eher diskret vor. Doch seit diesem Jahr halten die Chinesen lautstark mit, wenn vor internationalen Gipfeltreffen die großen Worte geschwungen werden.
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Auch der saudiarabische König Abdullah gehört zu den Teilnehmern der G20-Gipfel. (© Foto: Getty Images)
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Vor dem Weltfinanzgipfel im Frühjahr erklärten chinesische Politiker auf einmal, sie wollten den Dollar als Leitwährung ablösen. Damit sicherten sie sich gehörige Aufmerksamkeit. Vor dem dritten globalen Finanzgipfel in Pittsburgh erklärt die Regierung jetzt, sie wolle den westzentrierten G-8-Klub als informelle Weltregierung ablösen.
Die Zukunft gehöre dem G-20-Gremium, dem nicht nur wie bei G 8 westliche Industriestaaten wie Deutschland oder die USA angehören, sondern auch Indien, Brasilien, Indonesien - oder eben China. "Es hat sich erwiesen, dass die G 20 für die internationale Gemeinschaft eine effektive Plattform sind", erklärt Vizeaußenminister He Yafel. Sein oberster Chef, Staatspräsident Hu Jintao, will in Pittsburgh darauf drängen, die G 20 zum Königsgremium zu machen.
Auswege aus dem Chaos
Dabei ist der Klub der 20 größten Industrie- und Schwellenländer erst seit weniger als einem Jahr eine echte Größe. Nach der Eskalation der Finanzkrise versammelten sich die Staats- und Regierungschefs dieser Länder, um Auswege aus dem Chaos zu finden und einen neuen Absturz zu verhindern.
Zuvor gab es die G-20-Runde nur auf der Ebene der Finanzminister, wo sie keine große Rolle spielte. Weil die ersten G-20-Gipfel relativ reibungslos verliefen, hat der Klub Karriere gemacht. Parallel dazu vollzieht sich schon länger der Abstieg des früher Weltwirtschaftsgipfel genannten G-8-Gremiums, das außer Japan und Russland nur westliche Industriestaaten versammelt und auf seinen Treffen immer weniger zustande brachte.
Sarkozy gewohnt vorwitzig
Ohne China, dessen Wirtschaftsleistung zweimal so groß ist wie die des G-8-Mitglieds Kanada, geht eben global inzwischen wenig. Und ohne Staaten wie Brasilien und Indien, die gemeinsam 20 Prozent der Weltbevölkerung stellen, im Grunde auch nicht. Das erkennen auch immer mehr westliche Politiker.
Der französische Präsident Nicolas Sarkozy erklärte gewohnt vorwitzig, die G-8-Treffen sollten bereits im kommenden Jahr auslaufen. Und auch die eher nüchterne Bundeskanzlerin Angela Merkel findet, dass G 20 das Instrument der Zukunft ist.
Dem führungsgewohnten Westen muss dabei bewusst sein, dass sich mit diesem neuen Modell auch die Machtbalance hin zu den boomenden Schwellenländern verschiebt. Und: Im G-8-Klub trafen sich bisher Politiker aus ähnlichen Kulturen, was die Verständigung im Zweifel leichter machte.
Japan nur selten mit Sonderwünschen
Japan gehörte zwar nicht dazu, verfolgte aber selten einen Sonderweg, so wie das Land ja außenpolitisch seit dem Zweiten Weltkrieg meist den Vereinigten Staaten folgt. Beim G-20-Klub aber treffen unterschiedliche Traditionen und Mentalitäten aufeinander. Dies dürfte Konflikte auslösen, die sich bisher nur ahnen lassen.
Die ersten beiden Weltfinanzgipfel standen ja unter dem Schock der Krise, der die politischen Führer bis zu einem gewissen Grade einte. Je normaler die Lage wird, desto deutlicher dürften die Risse sichtbar werden. Und: Je mächtiger G 20 als Gremium wird, desto mehr werden die Schwellenstaaten auf Macht in anderen Institutionen pochen. Etwa im internationalen Währungsfonds, wo beispielsweise China mehr Stimmrechte fordert.
(SZ vom 25.09.2009/pak)
Moderne Verwaltung
Ein schönes Foto für die Islam-Gegner: Ein hochangesetzter Mann aus einem arabischen Land mit Kopfbedeckung und ganz gewiss in langem Gewand. Wie war das jetzt mit den armen Frauen in diesen Ländern, die sich "verkleiden" müssen?
Damit will uns eine Nachdenkliche sagen: Das ist dort Tradition, Folklore. Männer wie Frauen kleiden sich sozusagen in der Landestracht und pracht, unterschieden nur nach Männlein und Weiblein, wie in einer bayerischen Trachtenkapelle. Männer und Frauen nehmen sich sozusagen nicht viel.
Und damit hört der Spaß denn auch auf. Wenn ein Bayer (oder seine Frau) die Tracht wieder ablegt und sich modern anzieht, demonstriert er damit mehr. Die Freiheit der Kleidung steht für Selbstverwirklichung, sie steht für die Freiheit des Gedankens und des Glaubens.
Diese Freiheiten hat hat eine saudische Frau nicht.
Sie wird zur Schlampe, wenn sie sich ungehörig kleidet, sie wird zur Todeskandidatin, wenn sie gläubige Christin oder auch nur lesbisch ist und sie ist tot, wenn sie das auf offener Straße zeigt.
So lange das so ist, bin ich ein Islamgegner.
Wenn die muslimischen Männer ihren Frauen erlauben gleichberechtigt ihr Leben und ihre Sexualität zu leben und eine Religion frei zu wählen, wenn das geht, bin ich kein Gegner dieser Religion mehr.
Liebe Nachdenkliche, werden Sie bitte auch eine Informierte und fragen Sie, wie es um die genannten Rechte in islamischen Ländern oder bei Muslimen in Deutschland bestellt ist.
Lassen Sie sich nicht täuschen vom folkloristischen Schein. Es geht um Frauenrechte und es geht um Menschenrechte.
Nach diesen Journalistenworten haben wir also schon eine Weltregierung. Sie wird nur bunter.
Die Welt wird das mancherorts und von Zeit zu Zeit geahnt haben, aber gewußt hat es dies sicher nicht.
Da sickert "die Weltregierung" also -so nebenbei- mal aus den Medien in das öffentliche Bewußtsein.
Was ist denn aber nun, wenn die Welt gar keine Weltregierung möchte, sondern die Finanziperien, die gäzlich auf Papier gründen, einfach ignorierte?
Jeder, der mit den Seinen ein Stück Land bebaut, Wasser hat, eine Energiequelle, gesunde Luft zum Atmen und einen wachen Geist, den amüsiert diese Weltregierung.
Denn die Banken mit ihren Papieren, die gibt es nicht. Geld gibt es auch nicht, außer in unserer Annahme, es habe einen Wert. Hat es aber nicht. Aber die Welt gibt es. Und uns!
Ganz ohne Regierung.
Ein schönes Foto für die Islam-Gegner: Ein hochangesetzter Mann aus einem arabischen Land mit Kopfbedeckung und ganz gewiss in langem Gewand. Wie war das jetzt mit den armen Frauen in diesen Ländern, die sich "verkleiden" müssen?
Nun zum Thema:
Es ist wichtig das der G20-Gipfel "bunter" wird.. Gerade Vertreter der erdölexportierenden Länder sind wichtig, das sind eben meist islamische Staaten, da es noch keinen adäquaten Ersatz für Erdöl gibt - das sollte man sich auch immer wieder vergegenwärtigen! Insofern ist es für mich selbstverständlich, dass auch diese Länder, von deren Exporten wir wiederum abhängig sind, in wichtigen Gremien und Treffen entsprechend vertreten sind!
"Früher hieß die Versammlung der Mächtigen G7, dann G8, jetzt G20 - die informelle Weltregierung wird vielfältiger. Ihr gehören immer mehr Staaten an."
So soll es auch sein. Auch dem selbst ernannten "Weltsicherheitsrat" der UN, sollen sich mehr Länder anschließen dürfen. Nur so wird dem menschenverachtenden Konkurrenzkampf im Sicherheitsrat zwischen Russland, China, USA, Großbritannien und Frankreich entgegen gesteuert.
Meiner Meinung nach, müssten aus jedem Kontinent mindestens 5 Länder beitreten dürfen. Und das im Wechselrhythmus, so dass Staaten wie z.B. die USA oder China menschenverachtende Taten nicht weiter blockieren können.
Sicher ist es sinnvoll den Kreis um die Schwellenländer zu erweitern. Der Kreise derjenigen, die den Gipfel durch ihre Egoistischen Ziele vergrößern wir ebenfalls zunehmen. Damit wird indes die Bühne der Selbstdarstellungen ebenfalls größer und der vielstimmige Chor auch. In Zeiten, in denen schnelle Lösungen gebraucht werden, ist das eher hinderlich.