Kein Anbieter von Riester-Verträgen schafft es, den Sparern eine wirklich gute Jahresmitteilung einschließlich aller Kosten vorzulegen. Finanztest hat 28 Angebote verglichen.
11 Millionen Riester-Sparer im Ungewissen
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Armutszeugnis: Viele Jahresmitteilungen erzielten schlechte Testergebnisse. (© )
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Ein solches Armutszeugnis, wie es Finanztest Banken und Versicherungen ausstellt, gab es lange nicht. Von den 28 getesteten Jahresmitteilungen von Riester-Verträgen haben zehn ein "Befriedigend" erhalten, 13 ein "Ausreichend" und fünf haben die Tester mit "Mangelhaft" vom Platz geschickt. Das heißt, über elf Millionen Riester-Sparer erhalten von den Anbietern Jahr für Jahr lückenhafte und unverständliche Mitteilungen über den Stand ihres Vertrages. Keine einzige Gesellschaft listet auf, wie viel Geld sie dem Kunden im bisherigen Vertragsverlauf für Abschluss, Vertrieb und Verwaltung insgesamt in Rechnung gestellt hat.
Wie gut Versicherungen und Banken informieren
Finanztest wollte wissen, ob Sparer an Hand der jährlichen Mitteilung kontrollieren können, wie sich das angesparte Vermögen entwickelt hat, welche Beträge der Anbieter wie anlegt und welche Kosten er abzieht. Dafür haben die Tester die Kundeninformationen für Riester-Versicherungen, für Riester-Versicherungen mit Fonds, für Riester-Fondssparpläne und für Riester-Banksparpläne aus 2007 auf Kundenfreundlichkeit geprüft. Logik des Rechnungsaufbaus und Vollständigkeit, Textverständlichkeit und Lesbarkeit haben sie als Kriterien angelegt.
Versicherer besonders schwach
Besonders unzureichend informieren Versicherer die Riester-Sparer. Alle "mangelhalften" Gesamturteile entfallen auf sie. Versicherungen sind zwar komplizierter als Bank- oder Fondssparpläne, was den Anbieter vor größere Herausforderungen stellt. Dennoch sind Fehlinformationen nicht gerechtfertigt. Die Nürnberger etwa weist die gezahlten Beiträge plus staatliche Zulagen abzüglich aller Kosten als "erwirtschaftete Erträge" aus. Der Versicherer hatte aber das Vermögen des Sparers nicht vermehrt sondern von den Einzahlungen gezehrt.
UniProfirente erreicht "Ausreichend" mit Müh und Not
Aber auch Riester-Fondssparpläne zeigen gravierende Schwächen. Die Kundeninformation der rund 1,5 Millionen mal verkauften UniProfirente von Union Investment schrammte scharf an einem "Mangelhaft" vorbei. Dort ist der alte Kontostand nicht vermerkt, überwiesene Zulagen fehlen in der Wertmitteilung ebenso wie der Beginn und das Ende der Vertragslaufzeit. Die insgesamt besten Abrechnungen fanden die Tester bei den Riester-Banksparplänen. Das sind auch die einfachsten Produkte mit kaum versteckten Gebühren.
Kosten sind zu Vertragsbeginn hoch
Die Kosten sind bei vielen Riester-Versicherungen in den ersten Jahren so hoch, dass sie die kompletten staatlichen Zulagen verzehren. Die Kostenbelastung sinkt aber mit der Vertragslaufzeit und erreicht nach 20 oder 30 Jahren einen erträglichen Durchschnitt. Finanztest hat für die vier Varianten von Riester-Verträgen Muster für gute Jahresmitteilungen erstellt. Sie helfen allen Sparern sich in den Abrechnungen zurecht zu finden.
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(sueddeutsche.de/jpm/jkr)
Moderne Verwaltung
Außer Spesen und Inflationresten nix gewesen.
Was meinen Sie was im Jahre 2050 davon übrig ist? Zwei Brötchen! Na dann guten Appetit!
Intelligentes Sparen bringt zumindest heute viel mehr. Umrüsten auf Brennwert Heizung bringt echte 30 Prozent Einsparung an Gasmenge im Reihenhaus pro Jahr plus inflationäre Gaspreisaufblähung von 200 Prozent seit 1998.
Und den ersparten Rest jeden Monat aufs alte Sparkonto und dann gesammelt jedes Jahr aufs Festgeldkonto. ( Super, wenn es keine Inflation gibt, aber die haben wir ja schon. Und Risterrente hat sie auch!)
Let it be, let ...wisper words of wisdom, l.i.b., l.i.b. !
Dummerweise ist die 75% Vollkasko-Rente nur finanzierbar, wenn diese überwiegend am Kapitalmarkt hinterlegt worden wäre (Schweizer Modell). Leidtragende dieser Regelung wäre die direkte Nachkriegsgeneration noch ohne Kapitalstock gewesen.
Beleg: Otto Normal verdient 30.000 Brutto bzw. 2500 Brutto im Monat. Die Inflation fresse die Zuwächse exakt auf und er verdient immer gleich viel. Ein Bundesschatzbrief oder was ähnlich sicheres hat statistisch etwa 2% mehr Ertrag als die Inflationsrate.
Beginn des voll erwerbsfähigen Berufslebens mit 25 Jahren, Ende mit 65. Also 40 Jahre. Tod mit 83, was 18 Jahre Rente sind. Rentenbeitrag 20% vom Brutto.
Aktuelles Nettogehalt: 23.000 im Jahr bzw. 1916 im Monat in Klasse III. Davon 75% wären 1437. Um 18 Jahre lang diese Summe bei 2% über Inflation monatlich entnehmen zu können sind nach üblichen Sparplanrechnern 257.000 Kapital erforderlich. Um die in 40 Jahren zu erreichen ist eine Sparrate von 350 im Monat erforderlich. Das sind 14% Rentenbeitrag bezogen aufs Brutto, jedoch noch ohne Hinterbliebenenschutz (Witwenrente).
Nach dem Umlageverfahren mit dem Pillenknick musste das System leider scheitern. Geburtenraten sind bekanntlich erst mit dem Eintritt ins Berufsleben genau bekannt und daher braucht die Politik mindestens 25 Jahre um zu reagieren.
Aktuell würde ein 30.000 Verdiener recht exakt einen Rentenpunkt je Jahr erwirtschaften, was bei 40 Berufsjahren eine Rente von 26,27 (2007) x 40 Punkte = 1050 macht. Ggf. kommen noch 2.25 Punkte bzw. 60 Euro für Ausbildungszeiten hinzu. Ein schlechtes Geschäft, denn man müsste länger als 25 Jahre die gesetzliche Rente beziehen um bei gleichem Kapitaleinsatz besser wegzukommen. Die letzte Generation hat ein recht gutes Geschäft gemacht. Und die Jungen ab Baujahr 80 werden richtig gekniffen, für die ist der Rentenbeitrag zu ca 30-40% eine Strafsteuer auf Arbeit.
Auf den letzten Informationen der BFA steht drauf, wie viel von wem wann eingezahlt wurde. Sie können aus Jux rechnen, was Ihnen dieses Kapital als Entnahmeplan als monatliche Rente gestatten würde. Nehmen Sie 18 Jahre Rentenbezugsdauer, das gilt aktuell. Teure Frühpensionierungen sind noch nicht wirklich eingerechnet (AFAIK).
Der Verwaltungsaufwand für die gestzliche Rentenversicherung liegt unter 0,5 Prozent, bei Riesterverträgen (Provision, Verwaltung, Gewinn) bei ca. 13 Prozent. Danke, vielen Dank sagt die Versicherungswirtschaft und läd Riester zu gutdotierten Vorträgen ein.
Doch wer heute riestert, hat schon jetzt eine Abgabenlast von 24 Prozent vom Verdienst.
Werden im nächsten Jahr wie geplant Zuzahlungen zu gesetzlichen Krankenkassen fällig, dann trifft das allein die Arbeitnehmer. Die Kosten der Arbeitgeber werden bei 20 Prozent gedeckelt, ein Arbeitnehmer mit magerem Einkommen kann dann schon mal auf 26 Prozent (20% Sozialvers.-Beiträge, 4 % Riesterrente, 30 Euro Zuzahlung) an Abgabenlast kommen.
Als die Linken von 48 Prozent Sozialversicherungskosten sprachen (24% AG-Anteil, 24 % AN-Anteil) sind ihnen Arbeitgeber und Arbeitnehmer mit nacktem H... ins Gesicht gesprungen unter dem Jubel (fast) der gesammten Öffentlichkeit. Dafür hätte es aber eine Vollrente gegeben mit ca. 75 Prozent vom Nettogehalt.
und der Gehaltsumwandlung in anderer Form!
Weniger sozialversicherungspflichtiges Einkommen- zunächst geringerer Beitrag fur KK, Renten und Arbeitslosenversicherung.
Aus den beiden letzteren bekommt man im Leistungsfall dann natürlich weniger.
Die Krankenkassen zahlen aber im Prinzip die gleichen Leistungen weiter- sie müssen die Beitragssätze erhöhen wenn ihnen die Berechnungsbasis gekürzt wird!
Wer hat gespart- der Arbeitgeber!
Ein typisches Beispiel von politisch gewollter Umverteilung von unten nach oben!