Vermögensstudie Wo die reichsten Europäer wohnen

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(Foto: SZ-Grafik/Ilona Burgarth, Sead Mujic)

Die Privathaushalte in den Niederlanden besitzen das meiste Bargeld in der Euro-Zone. Deutschland rangiert viel weiter hinten.

Von Markus Zydra

Deutschland gilt in der Euro-Zone als das wohlhabendste Land. Da mag es verwundern, dass die Deutschen beim Geldvermögen im europäischen Vergleich im Mittelfeld liegen. Die Privathaushalte in den Niederlanden besitzen im Schnitt mit 139 000 Euro am meisten Geld, wie die Statistiker der Europäischen Zentralbank (EZB) berechnet haben. Dahinter folgt Luxemburg mit einem durchschnittlichen Vermögen je Haushalt in Höhe von 119 000 Euro. Deutschland liegt mit 65 000 Euro auf Platz acht (siehe Grafik).

Ein Haushalt kann aus einer Person oder mehreren Mitgliedern bestehen. Zum Geldvermögen zählen Bargeldbestände und Spareinlagen, der Besitz von Anleihen, Investmentfonds, Kapitallebensversicherungspolicen und private Pensionsansprüche. Immobilien gehören nicht dazu.

Die EZB-Experten haben auch die Veränderung des Nettovermögens untersucht. Darunter fällt das Geldvermögen plus das Realvermögen, etwa eine Immobilie unter Abzug des Kredits. Irische Haushalte haben in den vergangenen vier Jahren im Schnitt 18 000 Euro verloren. Deutsche Haushalte verzeichnen ein Plus von 19 000 Euro, vor allem dank der gestiegenen Immobilienpreise und Aktienkurse.