Die Haushalte, die über fünf Millionen Dollar verfügen, konnten ihren Reichtum trotz beginnender Finanzkrise um 15,7 Prozent steigern. Allgemein gilt: Je größer ein Vermögen war, desto schneller ist es gestiegen. "Der Grund ist einfach - reiche Anleger haben ihr Geld in risikoärmeren und ertragsreicheren Anlagen investiert", sagte BCG-Partner Erni.

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Die Folgen der Globalisierung zeigten sich auch in der regionalen Verteilung des Reichtums. In mehreren Regionen außerhalb der traditionellen Industrieländer bilden sich innerhalb kurzer Zeit sehr große Vermögen. So berichtet die Studie über ein besonders schnelles Wachstum der Vermögenswerte in China, Brasilien und Mexiko.

China wird Deutschland bald überholen

Nach den Zahlen der Unternehmensberatung BCG könnte es in China schon in diesem Jahr mehr Millionäre geben als in Deutschland. In Russland gibt es mittlerweile Privatvermögen von knapp einer Billion Dollar, noch wesentlich schneller wächst der private Reichtum allerdings in Polen, der Slowakei, Ungarn und Tschechien. Im Nahen Osten konzentriert sich das Vermögen vor allem auf die Golfregion. Im Scheichtum Katar ist jeder achte Haushalt ein Millionärshaushalt.

Deutlich langsamer ist das private Geldvermögen in den USA gestiegen (um 3,8 Prozent; im Vorjahr waren es 8,9 Prozent). Dies ist Ausdruck der Tatsache, dass der Herd der Finanzkrise in Amerika liegt. Die Studie legt auch nahe, dass das Geschäft von Banken auf absehbare Zeit schwierig bleiben wird: Die Reichen der Welt werden in ihrem Anlageverhalten konservativer. Auffallend ist, dass in Deutschland der Anteil der Privatvermögen, die im Ausland verwaltet werden, seit 2002 beständig von 11,2 auf zuletzt 9,4 Prozent gesunken ist.

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(SZ vom 05.09.2008/hgn/jkr)