Analysten empfehlen Aktien, die bei einem Wahlsieg Barack Obamas gewinnen könnten - aber auch für McCains Anhänger gibt es Chancen.
Willkommen an der Wall Street, Mr. Obama. Der Zweikampf zwischen dem Demokraten Barack Obama und dem Republikaner John McCain um die US-Präsidentschaft rückt ins Visier von Anlegern, die Geld verdienen wollen.
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Der Senator aus Illinois steht zur Zeit hoch im Kurs an der Wall-Street. (© Foto: Reuters)
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Nach Angaben des Zentrums für Verantwortliche Politik hat der Senator aus Illinois 7,9 Millionen Dollar aus der Wertpapier- und Investment-Branche erhalten - deutlich mehr als sein Widersacher McCain, der nur 4,1 Millionen Dollar erhielt. Findige Analysten münzen solche Informationen in Ratschläge um.
So hat Markus Reinwand, Aktienmarktstratege bei der Hessischen Landesbank, beobachtet, dass sich Parteispenden nicht nur für die Geldgeber, sondern letztlich auch für Anleger auszahlen. Reinwand: "Glaubt man an einen Sieg der Demokraten, empfiehlt sich eine Investition in das Demokraten-Portfolio'' - also in Aktien jener Firmen, die Obama viel gespendet haben.
Spendenkönig Obama
Geht es nach den so genannten Prognosebörsen, an denen Anleger auf den Ausgang von Wahlen und Sport-Events wetten können, hat Polit-Novize Obama im November mit einem Stimmenanteil von 54 Prozent die Nase vorn.
Ein Blick in die Börsengeschichte macht Mut: Seit dem Jahr 1828, als der marktbreite S&P-500-Index eingeführt wurde, hat sich die Wall Street unter einem demokratischen Präsidenten im Schnitt besser geschlagen als unter Republikanern.
Rüstungssektor wechselt die Seiten
Derzeit vereint das Demokraten-Portfolio die Sektoren Erneuerbare Energien, Technologie-, Medien- und Telekommunikation, Pharma und Finanzen. Die beiden letztgenannten Branchen hatten noch in den vergangenen Wahlkämpfen mehr für die Republikaner gespendet. Selbst der Rüstungssektor, traditionell eine Domäne der Republikaner, schlägt sich auf die Seite der demokratischen Kandidaten.
Mit Goldman Sachs, der UBS, JPMorgan und der Citigroup finden sich gleich vier Banken unter den fünf größten Geldgebern Obamas.
Boom bei erneuerbaren Energien erwartet
Da die hausgemachten Probleme der Finanzbranche Experten zufolge auch weiterhin hohe Risiken bergen, ziehen Renditejäger womöglich Gesellschaften aus dem Bereich erneuerbare Energien vor. Der Sektor spendete allein in diesem Jahr bisher 689 Millionen Dollar, davon drei Viertel an die demokratischen Kandidaten.
Lesen Sie weiter, welche Branchen das McCain Portfolio umfasst.
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