Schritt Richtung Normalität: Neun große Banken haben dem US-Staat mehr als 66 Milliarden Dollar zurückgezahlt - um sich so von der strengen Kontrolle zu befreien.

Während US-Präsident Barack Obama am Mittwoch eine verschärfte Kontrolle der Finanzbranche ankündigte, hat die Wall Street mit der Rückzahlung von Milliarden an Staatshilfen einen großen Schritt zurück zur Normalität gemacht. Neun große Banken - darunter J.P. Morgan Chase, Morgan Stanley und Goldman Sachs - zahlten Hilfen von insgesamt mehr als 66 Milliarden Dollar zurück. Sie wollten sich damit von der strengen Kontrolle durch den Staat befreien, die mit der Unterstützung einherging.

Morgan Stanley, AFP

Zehn Milliarden Dollar zahlte allein die US-Investmentbank Morgan Stanley zurück an den Staat. (© Foto: AFP)

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Bei der Rückzahlungswelle zahlte allein die Großbank J.P. Morgan Chase 25 Milliarden Dollar zurück, von den Investmentbanken Morgan Stanley und Goldman Sachs gingen jeweils zehn Milliarden Dollar zurück an den Staat, wie aus Mitteilungen der Institute hervorgeht. Von American Express, der Bank of New York Mellon und vier weiteren Geldhäusern flossen Beträge zwischen 1,6 und 6,6 Milliarden Dollar.

Die Banken hatten die Hilfen im vergangenen Herbst auf dem Höhepunkt der Finanzkrise erhalten. Die Regierung erlaubte ihnen vergangene Woche nach eingehender Prüfung, die Unterstützung wieder zurückzuzahlen.

Für den Staat haben sich die Hilfen sogar finanziell ausgezahlt: Sie liefen über den Erwerb von Vorzugsaktien der Banken, auf die eine Dividende gezahlt wurde. J.P. Morgan bezifferte die Dividende auf insgesamt 795 Millionen Dollar, Goldman Sachs auf 425 Millionen. Einige Experten hatten allerdings auch vor einer verfrühten Rückzahlung gewarnt, da die Krise noch nicht ausgestanden sei.

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(sueddeutsche.de/dpa/af/ehr/mel)