Unfälle im Haushalt Mehr Tote als auf der Straße
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Auch das nahende Frühjahr ist eine gefährliche Saison. Da wird geputzt, koste es, was es wolle, oftmals gegen jede Vernunft: Wenn keine Leiter zur Hand ist, steigen Menschen auf Blumengestelle, sogar auf Bügelbretter, hangeln sich in schwindelnder Höhe auf Fenstersimse - und retten im Sturz lieber eine Vase oder die Gardine, als Halt zu suchen. Die Folgen sind oft schwerwiegend.
Eine Ursache ist vielen Unfällen unabhängig von der Jahreszeit gemeinsam: die falsche Zeitplanung. Da wird zum Beispiel Brandbeschleuniger ins Feuer gespritzt, wenn die Grillkohle nicht schnell genug glüht und die Gäste schon mit dem Besteck klappern. Da wird weiter gehämmert und gesägt, auch wenn die Helden schon müde sind.
Und trotz aller Errungenschaften ist die Emanzipation in den Haushalten und Familien noch nicht ganz angekommen: "Besonders junge Frauen setzen sich oft selbst unter Druck, um es mindestens so gut zu machen wie ihre Mutter oder die Schwiegermutter", sagt Woelk.
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Viele Unfälle in den eigenen vier Wänden ließen sich vermeiden - durch Planung, Zeitmanagement, Hilfsmittel - und durch die Einsicht, sich helfen zu lassen. Auch Wohnungsbrände müssen nicht tragisch enden: Ein Rauchmelder in der Putzkammer hätte rechtzeitig Alarm ausgelöst, als das Leinöl seine Kettenreaktion in Gang zu setzen begann.
Anette S. jedenfalls hat ihre von Grund auf renovierte Wohnung entsprechend ausgerüstet. "Rauchmelder gibt es in jedem Baumarkt, kosten nicht viel und sind leicht zu montieren. Das konnte ich selbst machen."