Von Martin Winter

Die USA wollen Einblick in europäische Kundendaten erhalten - doch was bedeutet das überhaupt? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Der Swift-Code ist jedem schon einmal begegnet, der Geld ins Ausland überwiesen hat. Da reicht die einfache Kontonummer nicht, sondern es wird eine zusätzliche Buchstaben- und Zahlenkombination verlangt - der Swift-Code eben. Der Begriff leitet sich nicht vom englischen Wort für "schnell" ab, sondern ist der Name eines Unternehmens. Eines diskreten Unternehmens, ohne das das globale Finanzsystem nicht funktionieren würde. Aber nun gibt es in Europa Streit darüber, wie weit man die USA in die Datenspeicher von Swift hineinschauen lassen will und vor allem wer das beschließen darf. Die Lage ist verworren, und es stellen sich einige Fragen:

Online-Banking, Foto: ddp

Wie weit dürfen die USA in die Datenspeicher von Swift hineinschauen? (© Foto: ddp)

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Wer oder was ist Swift?

Swift ist die Abkürzung für die in La Hulpe bei Brüssel ansässige "Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication". Es handelt sich dabei um eine private Genossenschaft, die fast 9000 Banken und sonstige Finanzdienstleister in 209 Ländern miteinander verbindet. Die Aufgabe von Swift ist es, den elektronisch abgewickelten Geldverkehr zwischen seinen Mitgliedern zu organisieren. Da geht es nicht nur um die gewaltigen Mengen an Geld, die auf den Aktienmärkten hin und her geschoben werden, sondern etwa auch um die Überweisung von Mietzahlungen. Dabei entstehen große Datenmengen, die in Rechenzentren gespeichert werden und anhand derer man Geldströme nachverfolgen kann.

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