Umsatzplus Deutsche kaufen mehr fair gehandelte Lebensmittel

Vor allem Bananen sind beliebt: Der Umsatz mit fair gehandelten Lebensmittel stieg im ersten Halbjahr deutlich. Auch für fairen Kaffee geben Verbraucher mehr aus. Bei Schokolade sieht das jedoch anders aus.

Deutsche Verbraucher kaufen mehr fair gehandelte Lebensmittel. Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz um knapp 20 Prozent auf rund 300 Millionen Euro. Das sagte Dieter Overath, der Geschäftsführer von Transfair auf der weltgrößten Lebensmittelmesse "Anuga" in Köln. Der gemeinnützige Verein Transfair vergibt das Fair-Trade-Siegel.

Besonders Bananen legten zu, mit einem mengenmäßigen Plus von 103 Prozent auf 16.934 Tonnen. Auch Kaffee entwickelte sich weiter positiv mit einem um vier Prozent auf 4744 Tonnen gestiegenen Absatz.

Schwierig bleibe die Lage bei Schokolade. Ihr Absatz sei zwar um fünf Prozent gestiegen, kam aber nach einem schwachen vergangenen Jahr dennoch in den ersten sechs Monaten 2013 nur auf rund 373 Tonnen.

Der faire Handel bildet die Einkommensgrundlage für inzwischen mehr als 1,3 Millionen Produzenten weltweit, die einen stabilen Mindestpreis und zusätzliche Sozialprämien erhalten. Gut 80 Prozent der Fairtrade-Produzenten sind Kleinbauern. "Wir haben eine gemeinsame Verantwortung, dass diejenigen, die uns den Tisch decken, auch selbst davon satt werden", sagte Overath.

Es gebe eine große Dynamik bei der Neulistung von fairen Produkten bei Handelseigenmarken - sowohl im Discount als auch im klassischen Lebensmitteleinzelhandel, sagte Overath. Nötig sei mehr Engagement seitens großer Hersteller.