Teils zweistellig fielen die Zuwächse bei Umsatz und Gewinn der Deutschen Post aus. Trotzdem fürchten Analysten, dass die Jahresziele verfehlt werden könnten.
Während der Konzern von einem "soliden Quartal" sprach, äußerten sich die meisten Analysten eher enttäuscht. So stufte die Norddeutsche Landesbank ihre Kaufempfehlung für die Post-Aktie von "Kaufen" auf "Halten" zurück und die Landesbank Rheinland-Pfalz kündigte eine Überprüfung ihres Kursziels an.
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Auslöser dafür war in erster Linie die Tatsache, dass die Post ihre Gewinnerwartung für das laufende Jahr leicht nach unten korrigiert hatte.
Während am Ende des zweiten Quartals noch von einem Ergebnis vor Steuern von "mindestens" 3,9 Milliarden Euro die Rede war, lautet die offizielle Sprachregelung jetzt "rund" 3,9 Milliarden Euro.
Hoffen auf starkes Weihnachtsgeschäft
Einige Analysten sehen darin eine Vorwarnung, dass die Größenordnung von 3,9 Milliarden Euro insgesamt in Frage stehen könnte. Dem widersprach Finanzvorstand Edgar Ernst. Mit Blick auf das traditionell starke Weihnachtsquartal der Post sei er sehr zuversichtlich, dass von den in Aussicht gestellten Umsatz-und Gewinnzielen keine Abstriche gemacht werden müssten, betonte Ernst.
Nach Darstellung des Unternehmens stieg der Konzernumsatz im dritten Quartals um 35 Prozent - von gut elf auf 14,9 Milliarden Euro.
Dieser erhebliche Sprung sei jedoch nicht nur auf die Integration des Logistikdienstleisters Exel und des Bausparfinanzierers BHW zurückzuführen, sondern auch auf organisches Wachstums, das aber nicht separat beziffert wurde.
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