Spritpreise auf Rekordhoch Benzin so teuer wie nie

Volltanken kostet jetzt so viel wie noch nie. Auch die Preise für Diesel bewegen sich auf einen neuen Rekord zu. Schuld sind der schwache Euro und der starke Reiseverkehr, sagt der ADAC - und rät zum Preisvergleich.

Benzin ist so teuer wie nie: Am Samstag kostete ein Liter E10 im bundesweiten Schnitt 1,692 Euro, wie der ADAC mitteilte. Das waren 1,8 Cent über dem bisherigen Allzeithoch vom 18. April dieses Jahres. Auch der Dieselpreis nähert sich einem neuen Rekord.

Wie sich der Benzinpreis in Deutschland entwickelt hat.

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Grund sind der hohe Rohölpreis und der schwache Euro. Rohöl kostet derzeit rund 116 Dollar pro Barrel (159 Liter). Hinzu komme laut Jürgen Albrecht vom ADAC ein "Aufschlag" wegen des starken Reiseverkehrs. Der Preis für Benzin kletterte bereits seit Tagen nach oben. Der Samstag war dann "der teuerste Tag des Jahres und damit der teuerste Tag jemals" für Autofahrer, die Benzin tanken, wie Albrecht sagte.

Auch der Preis für Diesel ist auf dem Weg zum Allzeithoch: Im bundesweiten Schnitt kostete der Liter laut ADAC am Samstag 1,536 Euro. Den bisherigen Höchststand hatte der Preis demnach am 22. März mit 1,539 Euro erreicht.

Albrecht, der sich beim ADAC um den Kraftstoffmarkt kümmert, erwartet aber kurzfristig mit Blick auf Ölpreis und Dollarkurs keine weitere Verteuerung. Er sehe keine neuen Argumente, die weitere Anhebungen der Kraftstoff-Preise wahrscheinlich erscheinen ließen.

Was können Verbraucher gegen die hohen Preise machen? Das einzige Mittel für Autofahrer sei der Preisvergleich, so Albrecht. Die Preise an den Tankstellen seien je nach Tag, Tageszeit und Anbieter unterschiedlich. Autofahrer sollten sich so das günstigste Angebot aussuchen. Sie hätten durchaus Marktmacht, rechnete Albrecht vor: Ein Cent mehr pro Liter mache für die deutsche Mineralölwirtschaft 620 Millionen Euro im Jahr aus.