Teures Internet Was beim DSL-Wechsel zu beachten ist

Snfangs günstig, später teurer und im Kleingedruckten versteckte Kosten: Internet-Tarife sind häufig schwer zu durchschauen.

(Foto: Frank Rumpenhorst/dpa)

Wer nicht alle paar Jahre seinen Internet-Vertrag überprüft, zahlt häufig drauf. Die Preise sind schwer zu durchschauen - doch der Versuch lohnt sich.

Von Matthias Urbach, Finanztip

Wer schon seit ein paar Jahren nicht mehr nach seinem DSL-Vertrag geschaut hat, sollten das schleunigst tun. Selbst ein einst günstiger Tarif wird heute oft von aktuelleren um bis zu zehn Euro monatlich unterboten - vom Neukunden-Rabatt ganz abgesehen. Wer sich schon nicht mehr erinnern kann, wann er seinen Internet-Vertrag abgeschlossen hat, surft vermutlich darüber hinaus unnötig langsam.

Familien, WGs oder Dauersurfer sollten einen Tarif mit 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) buchen, alle anderen sollten zumindest auf ein Tempo von 16 Mbit/s achten - auch das in einigen ländlichen Regionen noch immer nicht möglich ist. Mehr braucht es nur in Ausnahmefällen.

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Finanztip hat in diesem Frühjahr die wichtigsten Internet-Tarife verglichen. Die Preise sind noch immer schwer zu durchschauen : anfangs günstig, später teurer und im Kleingedruckten versteckte Kosten. Deshalb haben die Experten alle Kosten und Rabatte über fünf Jahre zusammengezählt, auf den Monat umgerechnet und so einen Effektivpreis gebildet.

Am günstigsten fahren Normalnutzer mit dem Tarif Internet & Phone 16 DSL von Vodafone für effektiv 27 Euro im Monat. Für Vielnutzer ist der Tarif DSL 50 von 1&1 für 30 Euro im Monat der beste. Für Besitzer eines Kabelanschlusses gibt es noch günstigere Alternativen, beispielsweise der Kabeltarif Eazy20 im Netz von Unity Media für 18 Euro monatlich - es gibt ihn allerings nur in Baden-Württemberg, Hessen und NRW.

Oft versuchen Anbieter, ihre Kunden bei sich zu halten

Die meisten Internettarife haben eine Mindestvertragslaufzeit von zwei Jahren, verlängern sich jahresweise und haben dreimonatige Kündigungsfristen. Für den Wechsel sollten in jedem Fall etwa vier Monate Zeit bis Vertragsende eingeplant werden. Dann kann der neue Anbieter noch die Kündigung übernehmen und den Übergabetermin abstimmen. Viele DSL-Anbieter lassen jedoch auch mit sich reden: Nach einer Kündigung geben sie ihren alten Kunden häufig Neukunden-Konditionen, um sie bei sich zu halten.

Wer von Kabel auf DSL wechselt oder umgekehrt, kann in der Übergangszeit einen Monat lang bei zwei Anbietern sein. Das hat den Vorteil, dass er bei Problemen mit einem Anbieter nicht gänzlich auf Internet verzichten muss. Einige Anbieter bieten zudem an, bis zum eigentlichen Anschluss ein W-Lan über das Handynetz einzurichten. Das ist vor allem nach Umzügen praktisch.

Sobald der neue Vertrag schließlich läuft, lohnt es sich zu testen, wie viel von der bezahlten Leistung tatsächlich ankommt. Im Finanztip-Blog wird genau erklärt, wie das geht. Und auch, was zu tun ist, falls das Netz lahmer ist als versprochen.

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