Der bundesweite Durchschnittspreis für Superbenzin ist auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Dennoch empfehlen Experten, vor einer Fahrt ins Ausland noch in Deutschland zu tanken.

Trotz der hohen Spritpreise in Deutschland rentiere es sich nicht immer, im Ausland zu tanken, warnte der ADAC zu Beginn der Reisesaison. Zwar sei Sprit in vielen Ländern wie Österreich oder Ungarn deutlich billiger, in anderen dagegen wesentlich teurer als an der heimischen Tankstelle. Der Automobilclub rät deswegen, vor Reiseantritt die Preise zu vergleichen.

(© Foto: ddp)

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Beispielsweise kostet Superbenzin demnach in den Niederlanden mit 1,69 Euro je Liter derzeit im europäischen Vergleich am meisten. Teurer als in Deutschland ist Super auch in Belgien mit 1,58 Euro und in Dänemark mit 1,56 Euro je Liter.

Günstiger tankt man in Italien, wo 1,52 Euro fällig werden, und in Frankreich mit 1,47 Euro. Am billigsten ist Sprit in Ungarn mit 1,16 Euro sowie in Spanien und Slowenien mit jeweils 1,18 Euro.

Auch bei den Kosten für Diesel ist Deutschland laut ADAC nicht Spitzenreiter. In Italien werden für einen Liter 1,58 Euro fällig, in Dänemark 1,52 Euro. Alle anderen europäischen Länder sind günstiger. Am billigsten ist Diesel in Spanien mit 1,04 Euro.

In Deutschland hat der Preis für Superbenzin einen neuen Rekordstand erreicht und Diesel weiter abgehängt. Erstmals kostete ein Liter Super im bundesweiten Durchschnitt nach Angaben aus der Mineralölbranche vom Mittwoch 1,56 Euro.

Bereits am Dienstagabend habe es eine Preisrunde gegeben. Der Preis für einen Liter Diesel lag demnach bei 1,52 Euro, knapp unter dem Ende Mai erreichten Höchststand von 1,53 Euro. Dennoch kann es sich nach Angaben des Verkehrsklubs ADAC lohnen, vor einer Fahrt ins Ausland in Deutschland zu tanken.

Schuld ist der Rohölpreis

Der wöchentlichen Messung des ADAC zufolge hatte Super bereits am Dienstag mit einem Durchschnittspreis von 1,534 Euro pro Liter einen Rekord erreicht. Diesel kostete 1,498 Euro, wie der Automobilclub am Mittwoch mitteilte. Im Vergleich zur Vorwoche legte Super demnach um 0,6 Cent zu, Diesel um 0,4 Cent. Der Abstand zwischen den beiden Kraftstoffen stieg damit auf 3,6 Cent pro Liter an.

Der Verkehrsclub macht für den aktuellen Höhenflug der Spritpreise den Rohölpreis verantwortlich, der ebenfalls auf Rekordniveau liegt. Er erholte sich am Mittwoch nur leicht auf rund 134 Dollar je Barrel (159 Liter), nachdem er am Montag beinahe die Marke von 140 Dollar erreicht hatte.

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(sueddeutsche.de/AP/jkr/tob)