Ein staatliches Hilfsprogramm für Europas Geldhäuser hatte Deutsche-Bank-Chef Ackermann gefordert. Dafür handelte er sich jetzt eine deftige Rüge ein.
SPD-Fraktionschef Peter Struck hat Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann wegen dessen Forderung nach einem staatlichen Hilfspaket für Banken nach US-Vorbild scharf kritisiert. "Solange die Banken auf Gewinnerkurs waren, hat Herr Ackermann am lautesten geschrien, der Staat solle ihnen nicht hereinreden", sagte Struck.
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Deutsche-Bank-Chef Ackermann regt ein europäisches Hilfsprogramm für Banken an. (© Foto: dpa)
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Deshalb sei es befremdlich, wenn der Vorstandschef der führenden deutschen Bank "jetzt als erster nach umfassender Hilfe aus Steuermitteln ruft". Ein solches öffentliches Vorpreschen, mit dem indirekt das Krisenmanagement der Bundesregierung kritisiert werde, sei wenig hilfreich. "Ich gestehe, ich empfinde für diese Art des Opportunismus ein gewisses Maß an Verachtung", sagte der SPD-Politiker.
Als erster Top-Banker hatte Ackermann ein staatliches Hilfsprogramm für europäische Geldhäuser nach dem Vorbild der USA ins Spiel gebracht. "Wenn die USA ein solches Paket verabschieden, sollte Europa bereit sein, vergleichbare Lösungen zu finden", sagte der Schweizer am Mittwoch am Rande einer Veranstaltung in Frankfurt.
Die Bundesregierung bevorzugt dagegen, in jedem Einzelfall national zu entscheiden. Ein europäisches Rettungsmodell für die Finanzbranche stehe derzeit nicht zur Debatte und werde von niemandem ernsthaft vorgeschlagen, hatte ein Regierungssprecher gesagt.
Inzwischen hat die französische Regierung offiziell zu einem Treffen am Samstag in Paris eingeladen. Zu den Teilnehmern gehörten die Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Italien, Großbritannien und Frankreich sowie die Chefs der Eurogruppe, der EU-Kommission und der Europäischen Zentralbank, teilte der Élysée-Palast am Donnerstag in Paris mit. wollen die vier europäischen G8-Staaten - Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien - offenbar über Antworten auf die immer stärker auf Europa übergreifende Finanzkrise beraten.
(sueddeutsche.de/dpa/Reuters/tob/hgn)
Debatte über Urheberrecht
Einfach nur dreist!
Ackermann hätte den Titel Zecke des Jahres verdient.
Wenn ein Mensch in eine soziale Schieflage gerät wird er von manchen Mitmenschen asozial genannt. Für Ackermann fällt mir kein Begriff mehr ein. Es wäre Zeit darüber nachzudenken ob wir noch das richtige System haben oder ob wir die soziale Marktwirtschaft wieder einführen sollten.
ist das Urbild eines Managers unter Merkel,Gewinne in die eigene Tasche stecken und bei Schwierigkeiten dem Staat den schwarzen Peter zuschieben.Wofür Ackermann Milionen
bekommt ist bestimmt nur ihm klar.Die ganze Bankespitze muß vor Gericht.
Herr Ackermann hat doch vor Jahren während der neuerlichen Debatte um die Gehälter von Topmanagern gesagt, dass Leistung bezahlt gehört. Sicher gehört sie das. Aber Misswirtschaft gehört bestraft. Bitte schön Herr Ackermann. Wie wäre es, wenn Sie vorangingen und auf 90% Ihres Jahresgehalts verzichten?
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Für Herrn Ackermann mit Sicherheit ein Fremdwort...
Nur gut, dass ich nicht so in der Öffentlickeit stehe wie Herr Struck, denn ich hätte den "ehrenwerten" Herrn Ackermann noch ganz anders abgekanzelt ;-)
Paging