Deutscher Strom wird schneller grün: Schon 2020 sollen Wind, Wasser und Sonne fast 40 Prozent aller elektrischen Energie erzeugen.
Der Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigt sich. Zahlen der Bundesregierung zufolge könnte bis zum Jahr 2020 schon im Schnitt 19,6 Prozent aller Energie regenerativ erzeugt werden. Das geht aus einem Entwurf zum "Nationalen Aktionsplan für erneuerbare Energien" hervor. Vor allem der Anteil des Öko-Stroms wächst - auch gegenüber früheren Prognosen.
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Bundesumweltminister Röttgen erklärt, die Kernkraft werde dann überflüssig, wenn sich ihr Anteil am deutschen Strommix komplett durch zusätzlichen Ökostrom auffangen lasse. Rein rechnerisch wäre das der Fall, sobald 40 Prozent des deutschen Stroms aus grünen Quellen stammen. (© ag.ddp)
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Das 180-Seiten-Papier ist für die Europäische Kommission gedacht, eigentlich hätte es schon seit Mittwoch in Brüssel liegen müssen. Wie die anderen Mitgliedstaaten auch hat sich Deutschland verpflichtet, den Anteil der Öko-Energie aus Strom, Wärme und Kraftstoffen bis 2020 deutlich anzuheben und einmal jährlich Bericht zu erstatten. Für die Bundesrepublik liegt die Zielmarke bei 18 Prozent. Würde die jüngste Prognose Wirklichkeit, wäre diese Marke locker genommen. Noch 2005 lag der Wert bei nur 5,8 Prozent. "Eine einzigartige Erfolgsgeschichte", heißt es in dem Entwurf.
Vor allem beim Strom aus Wind, Sonne, Biomasse und Wasserkraft erwartet die Regierung Zuwachs. Liefern sie bisher gut 17 Prozent der Elektrizität, sollen es bis 2020 schon 38,6 Prozent sein. Das ist nicht ohne Brisanz. Denn vor allem das Bundesumweltministerium sieht einen direkten Zusammenhang zwischen dem Ausbau erneuerbarer Energien und längeren Laufzeiten für Atomkraftwerke. Mehrfach hat Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) in der Vergangenheit erklärt, die Kernkraft werde überflüssig, wenn sich ihr Anteil am deutschen Strommix komplett durch zusätzlichen Ökostrom auffangen lasse.
Rein rechnerisch wäre das der Fall, sobald 40 Prozent des Stroms aus grünen Quellen stammen - mithin relativ bald nach dem Jahr 2020, behielte die Prognose recht. "Die Zahlen bestätigen uns in den positiven Annahmen, was die Entwicklung erneuerbarer Energien angeht", frohlockte Röttgen am Donnerstag. Mehr noch: Innerhalb der Bundesregierung ist der Entwurf schon von allen Ressorts abgenickt. Dabei hatte das Wirtschaftsministerium vehement darauf hingewiesen, die Kernkraftwerke seien noch weit nach 2020 vonnöten. Deshalb müssten die Laufzeiten der 17 deutschen Akw merklich verlängert werden. "Der Weiterbetrieb aller Kernkraftwerke muss möglich sein", sagte Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) am Donnerstag bei einem Kongress in Berlin. Eine Entscheidung darüber soll im Herbst fallen, wenn die Koalition ihr Energiekonzept verabschieden will - sollte sie sich denn auf eins verständigen können.
Passend zu der Prognose schwenkte auch der neue niedersächsische Ministerpräsident David McAllister (CDU) auf Röttgens Linie ein. Zwar seien Kohle und Kernkraft derzeit unverzichtbar, sagte er am Donnerstag in seiner ersten Regierungserklärung, "aber wir sollten ihren Anteil nach und nach reduzieren - abhängig davon, wie schnell der Ausbau der erneuerbaren Energien gelingt." Im Übrigen seien längere Laufzeiten "nicht die zentrale Frage der Energiepolitik" - sondern der Ausbau der Ökoenergie.
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(SZ vom 02.07.2010/hgn)
DFB-Pleite gegen die Schweiz
"Wollen wir doch mal abwarten, wie das mit den Laufzeitverlängerungen läuft. Nach getaner Arbeit können wir immer noch Lob verteilen."
Da haben Sie recht. Wobei ich die Hoffnung habe, dass durch die NRW Wahl, das für die Koalition nicht so einfach wird.
... dass sie links blinken und rechts abbiegen.
Wollen wir doch mal abwarten, wie das mit den Laufzeitverlängerungen läuft. Nach getaner Arbeit können wir immer noch Lob verteilen.
"Sind dies alles Technologien, die es aus ideologischen Gründen (Ökologismuss) überhaupt in diesem Umfang gibt."
Das gilt genauso für AKWs und Öl. Dort steht aber der reine Machthunger dahinter.
Ich finde den "Ökologismus" als den besseren Grund.
"3. Moderne Technologien sind für mich: neue Atomkraftwerke, neue Braunkohlekraftwerke, Forschung zu Fusionskraftwerken, Effizienzsteigerung von Fahrzeugmotoren "
Also das Aufwärmen alter Brötchen sind für sie neue Brötchen. Sehr intelligent.
"Wie sie vielleicht aus der Geschichte des letzten Jahrhunderts wissen, haben, speziell uns Deutschen, Ideologien kein Glück gebracht! "
Die Kernkraft ist eine Ideologie, getrieben von Machthunger, also das was Sie gerade angesprochen haben. Es ist bewiesen wie schlecht die Atomkraft ist, nur Ideologen sind diesen Argumenten gegenüber blind.
"Einfach mal wieder den normalen Menschenverstand einschalten!"
Ja. Das empfehle ich ihnen wärmsten.
"1. Haben wir in keiner Technologie eine Technologieführung auch wenn hier riesige Subventionen fließen und die Politik dies gern behauptet."
Das ist nicht richtig, denn zumindest beim Wind sieht es so aus. Der Weltmarkt bestätigt das. Führer offshore ist beispielsweise Siemens.
"2. Sind dies alles Technologien, die es aus ideologischen Gründen (Ökologismuss) überhaupt in diesem Umfang gibt. Alles Technologien, die zur Energieversorgung von Inseln oder inselähnlichen Lagen gedacht waren."
Das ist falsch.
"3. Moderne Technologien sind für mich: neue Atomkraftwerke, neue Braunkohlekraftwerke, Forschung zu Fusionskraftwerken, Effizienzsteigerung von Fahrzeugmotoren"
Der Gedanke, der dem zu Grunde liegt ist, dass die Zukunft immer eine Fortsetzung der Vergangenheit sei. Und zwar in der Gestalt, in der sich auch die Vergangenheit zeigte. Die ersten Autos sahen so aus wie Pferdekutschen, etc. Der Gedanke ist nicht grundsätzlich falsch, aber auch nicht immer richtig.
"4. Entideologisierung von Politik und Wirtschaft
5. Wie sie vielleicht aus der Geschichte des letzten Jahrhunderts wissen, haben, speziell uns Deutschen, Ideologien kein Glück gebracht!
6. Einfach mal wieder den normalen Menschenverstand einschalten!"
Darüber können Sie mit Ihren Artverwandten diskutieren.
"Eine vernünftige Energiepolitik sollte also mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien zunächst einmal die CO2-emittierenden Produktionen zurückfahren und dann erst aus der Kernenergie aussteigen. Also nochmal nachrechnen und nachdenken."
Eines sollte hier klar gestellt werden:
Kernenergie und Vernunft, sind zwei verschiedene Welten. Kernenergie ist sehr unsischer, da die Konzerne kein, oder kaum Geld in die Erneuerung und Instandhaltung der AKWs stecken. Dazu kommt noch immer die ungeklärte Frage der Endlagerung. Wir haben noch immer kein Endlager und Sie wollen weiterhin die Müllberge vergrößern. Wie gesagt: Vernünftig ist anders.
@mfgreinhard
"Im Prinzip ist allen Fachleuten klar, dass diese "Erneuerbare Energie"(EE) nur heiße Luft und Kosten produziert."
Ja ist klar. Das ist logisch und nachvollziehbar.
Jetzt müssen Sie nur noch mit den Füßen stampfen und sagen "Aber ich will!" Das würde auf jedem Fall zu ihrer Argumentation passen.
"Gutmenschengefühl"
Wenn Argumente fehlen, versuchen Menschen wie Sie (Analog zu ihrem Begriff müssten Sie dann Wohl ein Schlechtmensch sein, oder?) mit Begriffen wie "Gutmenschen" die Gegner zu diskreditieren. Wobei mir die Ironie hier nicht entgeht, den damit werfen Sie einem Menschen vor gut zu sein. "Ist echt schlimm ne?"
Paging