Kein Zweifel, das Gelände des FC Bayern ist das Herzstück der Säbener Straße. Aber auch der lange Rest kann sich sehen lassen, denn hier gibt es alles, was man zum Leben braucht.
Geduldig lässt sich so mancher Spieler von seinen Fans umarmen. Nur noch ein Foto, noch ein Lächeln! "Wann spielst du wieder?" Bis sich der Spieler des FC Bayern endlich verabschieden darf und langsam vom Hof fährt.
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Ein ganz normaler Samstag in der Säbener Straße 51. Am Nachmittag werden die Bayern im Stadion antreten; am Vormittag machen sich Akteure und Fans auf dem Trainingsgelände schon mal ein bisschen warm.
Während die Kids in Fan-Bekleidung durch die rotweiß gestylten Gebäude streifen, steht die Abordnung vom Fanclub Plettenberg bereits an der Theke des "Café Insider", um ein erstes Weißbier zu ordern.
Kein Zweifel, das Gelände des FC Bayern ist das Herzstück der Säbener Straße, der Traum für Tausende von Kindern und Erwachsenen. Für die Bewohner der Reihen- und Einfamilienhäuser gegenüber, denen regelmäßig alle Gehsteige zugeparkt sind, manchmal allerdings auch ein Albtraum.
Doch der Sport hat in der Säbener Straße, die vom Giesinger Wettersteinplatz bis zum Perlacher Forst und damit hinein nach Harlaching führt, eindeutig Vorrang vor anderen Lebensbedürfnissen.
Neben den Bayern gibt es hier noch jede Menge weiterer Vereine, die zwar weniger berühmt, aber nicht minder ehrgeizig sind: Links schwitzen die Aktiven des Turnerbunds München beim Aerobic in der Sporthalle, locken Kegelbahn und Schwimmbad.
Rechts kicken die Amateure der Sportfreunde München im Schatten des großen Bruders - und können einem richtig leid tun mit ihrem durchgematschten Rasen vor der verwitterten Holzhütte.
Dennoch ist die Straße lebenswert, bietet sie doch fast alles, was der Mensch so braucht. Zum Beispiel hinter den Sportanlagen idyllische Spazierwege, von zugezogenen Nordlichtern "Deich" getauft - immerhin schlendert man über eine Anhöhe von mindestens fünf Metern, auf der es bei Schnee vor Kindern und Schlitten nur so wimmelt.
Weiter vorne kauft man ein: Metzger, Getränkeladen, Kiosk, Gemüsestand, Supermarkt. Sogar manche Kneipe hat sich zwischen den ansonsten schmucklosen Mietshäusern angesiedelt.
Für die geistige Einkehr ist ebenfalls gesorgt, ob ein Chor der Pfarrei Heilige Familie das Brahms-Requiem probt oder Theaterfans von St. Helena die deutsche Erstaufführung "Leiche gesucht" wagen.
65. Filmfestspiele Cannes