Stiftung WarentestGeheime Labore wie bei James Bond

"Niemand kann sich erlauben, uns zu ignorieren": Mit größtem Aufwand prüft die Stiftung Warentest im Verborgenen Produkte aller Branchen. Jährlich stehen der Organisation 50 Millionen Euro zur Verfügung, für jeden Test müssen neue Maschinen erfunden werden. Das größte Kapital der Stiftung ist aber ihre Neutralität.

Von Daniela Kuhr, Berlin

"Niemand kann sich erlauben, uns zu ignorieren": Mit größtem Aufwand prüft die Stiftung Warentest im Verborgenen Produkte aller Branchen. Jährlich stehen der Organisation 50 Millionen Euro zur Verfügung, für jeden Test müssen neue Maschinen erfunden werden. Das größte Kapital der Stiftung ist aber ihre Neutralität.

Von Daniela Kuhr, Berlin

Peng, da knallt die erste Kugel an die Holzwand. Und - peng! - die nächste. Und wieder: peng! Es sind kleine Eisenkugeln, etwa so groß wie Kieselsteine. Genau diese sollen sie auch simulieren. Mit bis zu 300 Stundenkilometern schießen sie unter einem laufenden Rasenmäher hervor und krachen gegen die Absperrung, die in etwa 50 Zentimetern Abstand rund um das Gefährt hochgezogen ist. "Wir messen, in welcher Höhe die Kugeln einschlagen. Wenn es auf Kniehöhe ist, kann das die Kniescheibe von demjenigen zertrümmern, der den Rasenmäher bedient", sagt der Mann mit dem hellblauen Hemd. Er hat natürlich einen Namen, doch der muss geheim bleiben. Nur so viel darf verraten werden: Der Mann ist Ingenieur. Er befindet sich in einem Labor. Wobei das Wort "Labor" viel zu nüchtern klingt. Denn fest steht: Das, was den Mann umgibt, würde das Herz eines jeden Tüftlers höher schlagen lassen.

Bild: picture alliance / dpa 4. April 2013, 07:422013-04-04 07:42:08 © SZ vom 04.04.2013/mahu