Schlechte Perspektiven für Finanzminister Steinbrück: Die Steuereinnahmen werden im kommenden Jahr wohl deutlich geringer ausfallen als bislang erwartet.
Weniger Steuern als zunächst angenommen: Die Steuereinnahmen des Bundes werden im kommenden Jahr um 2,2 Milliarden Euro niedriger ausfallen als bislang veranschlagt. Das sagte Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) am Mittwoch in Berlin zu den Ergebnissen der November-Steuerschätzung, die am Nachmittag bekanntgegeben werden sollten.
Kein Grund zum Strahlen: Der Bund muss für 2009 mit geringeren Steuereinnahmen rechnen. (© Foto: dpa)
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In diesem Jahr sei mit Mehreinnahmen gegenüber der vorangegangenen Schätzung von 0,4 Milliarden Euro für den Bund zu rechnen. Dieses Plus helfe ihm zwar beim Haushaltsabschluss für dieses Jahr. Im nächsten Jahr "hagelt es aber rein", sagte Steinbrück.
Kommunen profitieren
Zuvor war aus dem Kreis der Steuerschätzer bekanntgeworden, dass 2009 der Gesamtstaat im Gegensatz zum Bund allein mit Mehreinnahmen rechnen kann und zwar in Höhe von insgesamt rund einer Milliarde Euro. Für 2008 gehen die Steuerschätzer nach bisherigen Angaben von einem Plus von insgesamt 7,5 Milliarden Euro für Bund, Länder und Gemeinden aus. Davon würden vor allem die Kommunen profitieren.
Die Wachstumsprognose von 0,2 Prozent im kommenden Jahr behält die Bundesregierung ungeachtet der neuen Steuerschätzungen aufrecht. Wirtschaftsminister Michael Glos sagte am Mittwoch in Berlin, es gebe gegenwärtig keinen Anlass dazu, die Vorhersage zu senken. Mit dem zuvor vom Bundeskabinett verabschiedeten Wachstumspaket wolle die Regierung erreichen, dass die 0,2 Prozent Wirtschaftswachstum erreicht werden könnten.
Der Arbeitskreis Steuerschätzung hatte seit Dienstag in Hildesheim über die neue Steuerprognose für das laufende und das kommende Jahr beraten. Damit werden die Daten der Steuerschätzung vom Mai an die aktuelle Entwicklung angepasst.
(sueddeutsche.de/dpa/AFP/AP/mel/pak)
Bruce Springsteen in Frankfurt
Quelle:
www.derneuekaemmerer.de/zeitung/ausgabe/titel.php
Was ist denn das?
Ein weiteres Damokles-Schwert, das über unseren Köpfen hängt. Diesmal sind die Kommunen betroffen. Siehe:
www.derneuekaemmerer.de/zeitung/ausgabe/titel.php"
Motto: Tröstet Euch, es kommt noch schlimmer!
Wir trösteten uns und es kam.........
Huber hat in seinen letzten Monaten für Bayern noch reagiert und so viele Anwärter (an die 400) eingestellt, dass die Fachhochschule in Herrsching zu klein wird, nachdem man jahrelang die Finanzverwaltung ausbluten ließ (Ämter mit einem Altersdurchschnitt von über 50 Jahren!).
Leider beherrscht man die Steuergesetze und Buchführungssysteme nicht innerhalb von ein paar Monaten.
Also ist Ihr Plan auch nur bedingt geeignet.
Der Prüfungsabstand für Betriebsprüfungen ist nach Betriebsgröße gestaffelt.
Kleinstbetriebe werden nach drei Generationen wieder geprüft, wogegen Großbetriebe lückenlos geprüft werden.
Die Steuermindereinnahmen sind eher weniger ein Problem. Der ineffektive Bürokratieapparat schon eher. Würden all die Beamten die jetzt in Auffanggesellschaften Däumchen drehen dem Finanzamt zur Verfügung gestellt dann würden auch die Steuereinnahmen wieder sprudeln. Dies wäre für Sie und mich als Kleinsparer egal, da wir sowieso transparent sind. Da aber Firmen statistisch alle 18,5 Jahre mit einer Buchprüfung rechnen müssen macht Gelegenheit eben (manche) Diebe - oder Steuernachzahlungen in Milliardenhöhe...
Na ja, bei den 2,2 Milliarden Mindereinnahmen wird es mit Sicherheit nicht bleiben. Vielleicht monatlich.
Trotzdem Herr Steinbrück, großes Lob. Sie sind der einzige in der Regierung, der noch einen Überblick hat. Auch wenn Sie Ihre Meinung aus diplomatischen Gründen sehr sehr vorsichtig formulieren müssen.
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