Bei den Finanzämtern gehen massenhaft Einsprüche von Bürgern ein: Sie wollen, dass ihnen der Soli nur noch vorläufig berechnet wird. Jetzt reagieren die Behörden.
Die Steuerzahler können sich zunächst einmal zurücklehnen - und den Streit um den Solidaritätszuschlag entspannt weiterbeobachten. Der Steuerzuschlag wird aufgrund verfassungsrechtlicher Zweifel künftig nur noch unter Vorbehalt erhoben.
Es wird noch rund zwei Wochen dauern, bis Steuerbescheide tatsächlich mit der Vorläufigkeit des Solidaritätszuschlags versehen werden. (© Foto: dpa)
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Auf dieses Verfahren, das rückwirkend bereits ab 2005 für alle noch offenen Steuererklärungen gelten soll, einigte sich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) mit den Bundesländern. Das teilte das Finanzministerium am Dienstag in Berlin mit.
Das heißt, dass Steuerzahler von nun an keine Einsprüche mehr gegen ihren Steuerbescheid einlegen müssen. Nach Angaben von Finanzbeamten, die sich in der Deutschen Steuergewerkschaft organisiert haben, waren in den vergangenen Tagen bei den Finanzämtern bereits massenhaft Einsprüche gegen noch offene Steuerbescheide eingegangen.
Das Niedersächsische Finanzgericht hatte vor kurzem angezweifelt, dass der Solidaritätszuschlag dauerhaft erhoben werden könne. Spätestens seit 2005 könnte die Ergänzungsabgabe nach Ansicht des Gerichts nicht mehr mit dem Grundgesetz vereinbar sein.
Darüber muss nun das Bundesverfassungsgericht entscheiden. Das Finanzgericht in Hannover hatte bereits in einem anderen spektakulären Fall einen Erfolg erzielt: Auf seine Initiative hin kippte das Bundesverfassungsgericht 2008 die Pendlerpauschale.
Nach Angaben der Steuergewerkschaft wird es aber noch "zwei Wochen dauern, bis Steuerbescheide tatsächlich mit der Vorläufigkeit des Solidaritätszuschlags versehen werden". In den Finanzämtern müssten die Computerprogramme erst geändert werden. Bis dahin müssten Bürger schriftlich Einspruch gegen ihre Steuerbescheide einlegen. Der Solidaritätszuschlag bringt dem Staat jährlich rund zwölf Milliarden Euro ein.
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(SZ vom 09.12.2009/hgn)
:) auch sorry, nächstes mal vergesse ich nicht die satire tags :)
Frohe Weihnachten, hoffentlich bald ohne Soli aber mit mehr Einkaufstaschen beim "aus dem Laden gehen".
Ganz ruhig...wenn ich etwas nicht bin, dann links ausgerichtet.
Und nur weil ich meine persönliche Meinung hier kund getan habe, ist es noch lange kein Grund dies als linke Hetzschriften zu bezeichnen.
Just relax und frohe Weihnachten!
"Je mehr Geld der einzelne Bürger zur Verfügung hat, umso mehr wird die Wirtschaft angekurbelt." Das ist aber eine sehr linke Einstellung! Sowas könnte fast von der roten Sarah stammen.
Wenn Sie unsere Kanzlerin und Herrn Westerwelle verstehen würden, dann würden sie begreifen, dass ein paar Euro mehr für den Plebs dem Land nicht helfen. Millionäre und Milliardäre müssen SEHR VIEL MEHR Geld in die Hand bekommen, damit sie mehr in Deutschland investieren.
Und jetzt legen Sie bitte diese linken Hetzschriften weg und lesen nochmal die FDP/CDU/CSU Parteiprogramme.
alle die es nachlesen wollen,
§ 122 AO (Bekanntgabe)
§ 355 AO (Einspruchsfrist)
§ 347 AO (Einspruch)
In diesem Sinne!
P.S.: AO = Abgabenordnung
"Das Niedersächsische Finanzgericht hatte vor kurzem angezweifelt, dass der Solidaritätszuschlag dauerhaft erhoben werden könne. Spätestens seit 2005 könnte die Ergänzungsabgabe nach Ansicht des Gerichts nicht mehr mit dem Grundgesetz vereinbar sein."
Ok, ich habe meine Steuerbescheide rechtzeitig eingereicht und auch keinen Widerspruch eingelegt. Pech.
Aber hoffentlich wird wirklich endlich dieser "Solidaritätszuschlag" abgeschafft. Es ist eine reine Geldabzocke und uns fehlt es jeden Monat.
Aber die Politiker wollen es anscheinend nicht kapieren:
Je mehr Geld der einzelne Bürger zur Verfügung hat, umso mehr wird die Wirtschaft angekurbelt. Und nicht etwas durch solche Wahnsinnsideen wie eine Abwrackprämie....
Wie wäre es denn hier mal mit einem Bürgerentscheid?
Paging