Die deutsche Wirtschaft ist im vergangenen Jahr um 2,5 Prozent gewachsen - mit erfreulichen Folgen für die Staatsfinanzen: Erstmals seit 1969 gaben Bund, Länder und Kommunen weniger aus als sie einnahmen.
Der deutsche Staat hat 2007 erstmals seit vielen Jahren einen minimalen Haushaltsüberschuss erzielt. Das Plus von Bund, Ländern, Kommunen und Sozialversicherungen habe 70 Millionen Euro betragen, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag mit. 2006 hatte es noch ein Minus von 1,6 Prozent gegeben.
Erfolg für Peer Steinbrück: Der Finanzminister hat 2007 einen ausgeglichenen Haushalt erwirtschaftet. (© Foto: dpa)
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Dank des Wirtschaftsaufschwungs und sprudelnder Steuereinnahmen erfüllte Deutschland wie auch im Vorjahr das Maastricht-Kriterium, das ein Defizit von drei Prozent des BIP erlaubt.
Bund, Länder und Kommunen nahmen im vergangenen Jahr 70 Millionen Euro mehr ein als sie ausgaben. 2006 hatten sie noch einen Fehlbetrag von 36,96 Milliarden Euro. Von 2002 bis 2005 hatte Deutschland das Maastricht-Kriterium überschritten und 2006 erstmals seit fünf Jahren wieder die zulässige Obergrenze eingehalten. Brüssel hatte das Defizitverfahren gegen Deutschland im Juni 2007 eingestellt.
2008 droht Defizit
Für das laufende Jahr rechnet die Bundesregierung allerdings wieder mit einem leichten Defizit. Das Minus wird vor allem mit Einnahmeausfällen durch die Reform der Unternehmenssteuern sowie die stärkere Senkung der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung begründet. Der Finanzierungssaldo des Staates werde aber auch auf Länderseite verschlechtert durch eine erwartete Tarifsteigerung im öffentlichen Dienst.
(dpa/Reuters/gba/woja)
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Ganz herzlichen Dank, Kurt Klemm, für diese höchst informative Fleissarbeit!
Fehlen eigentlich nur noch diese zwei Zahlen:
- gegen 6 Millionen Menschen, die arbeiten wollen!
- mit 3% die grösste Steuererhöhung seit es eine Bundesrepublik gibt!
Und jetzt wagen es diese Taugenichtse -die Bundes- und einige Landesregierungen sind gemeint- für das laufende Jahr bereits ein DEFIZIT anzukündigen!
Wenn DAS kein zum Himmel -oder meinetwegen auch zur Hölle- schreiender Skandal ist, dann weiss jedenfalls ich nicht mehr, was es dazu noch braucht!
Danke für das Danke, timewonderer
Daten des statistischen Bundesamtes zu erhalten ist allerdings kein Kunststück.
Sie liegen auch allen Redaktionen vor.
Warum sie nicht veröffentlicht werden liegt auf der Hand.
Es gibt da wie dort auch (in der Politik) große Abhängigkeiten.
Alle wissen es - kaum einer sprichts aus.
Donnerwetter, auf die Sekunde punktich werden die Rolläden hochgezogen!
@ Kurt Klemm:
wieder einmal Danke für Ihre famose Übersicht.
Wer diese Fleißarbeit nur eine kleine Weile studiert, kommt ins grübeln.
Aber dann kommt die Klarheit: der Widerspruch zu den Aussagen der Politik.
Danke Kurt Klemm!
! Für Kommentierungs-Möglichkeit rund um die Uhr !
Sie übersehen, dass die Niederlande und Schweden Ihre Hausaufgaben Ende der Achziger/Anfang der Neunziger gemacht haben. Die Agenda 2010 kam etwa 10-15 Jahre zu spät.
Zahlen und Fakten. DAS gibt es zu verteilen, und zwar anders als in den letzten Jahren geschehen:
Daten des Statistischen Bundesamtes vom 22.02.2007
Volkseinkommen 2004 1 650,58 Mrd
Volkseinkommen 2006 1 730,38 Mrd
Zuwachs + 79.80 Mrd
Prozentualer Zuwachs + 4,83%
Arbeitnehmerentgelt 2004 1 136,79 Mrd
Arbeitnehmerentgelt 2006 1 144,89 Mrd
Zuwachs + 8,10 Mrd
Prozentualer Zuwachs + 0,71%
Unternehmens- und Vermögenseinkommen 2004 513,79 Mrd
Unternehmens- und Vermögenseinkommen 2006 585,49 Mrd
Zuwachs + 71,70 Mrd
Prozentualer Zuwachs + 13,96%
"Lohnzuwächse 1995 2004
Schweden 25,4
GB 25,2
USA 19,6
Irland 19,4
Dänemark 15,6
NL 11,9
Frankreich 8,4
EU der 15 7,4
Belgien 6,4
Spanien 5,4
Österreich 2,8
Italien 2,0
Deutschland 0,9
"Steuer Anteil der Vermögen- und Erbschaftssteuer am BIP:
Japan 2,9 Prozent
USA 3,1 Prozent
Kanada 3,9 Prozent
UK 3,9 Prozent
Australien 2,9 Prozent
Schweiz 2,9 Prozent
Frankreich 3,2 Prozent
OECD Durchschnitt 1,9 Prozent
Deutschland 0,9 Prozent"
Spitzensteuersatz in
Schweden 60%
Finnland 60%
Dänemark 59%
Niederlande 52%
Belgien 50%
Japan 50%
Österreich 50%
Frankreich 48,09
Spanien 45%
Italien 43%
Irland 42%
Deutschland 42%
USA 41,60%
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