Die Anleger entziehen Italien und Spanien das Vertrauen, die Zinsen für Staatsanleihen der beiden Länder steigen auf Rekordwerte. Fieberhaft versuchen europäische Politiker mit Krisentreffen, Telefonaten und Ansprachen eine Entwicklung wie in Griechenland zu verhindern.
Der Krisengipfel zur Rettung Griechenlands ist gerade mal zwei Wochen her, da schlägt die EU Alarm wegen Italien und Spanien: Kommissionspräsident José Manuel Barroso ist zutiefst beunruhigt über die hektisch steigenden Zinsen auf Staatsanleihen beider Länder. Der Zinsanstieg signalisiere, dass die Märkte die Fähigkeit der Euro-Zone in Zweifel zögen, die Schuldenkrise zu bewältigen.
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Die Anleger verlieren das Vertrauen in ihre Staaten: Silvio Berlusconi (r.) und José Luis Rodríguez Zapatero, die Ministerpräsidenten Italiens und Spaniens. (© AP)
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Immer mehr Anleger verkaufen derzeit Staatsanleihen der hochverschuldeten Euro-Staaten Italien und Spanien, was die Renditen auf Rekordhöhen treibt. Dies erschwert die Refinanzierung der Staaten. Am Mittwoch kletterte der Zinsaufschlag für italienische Papiere zeitweise auf 6,21 Prozent - ein neuer Höchststand seit Einführung des Euros, spanische Papiere auf das Rekordhoch von 6,45 Prozent.
Barroso sprach von "tiefer Sorge" über die Entwicklung an den Anleihemärkten. Steigende Renditen seien "eindeutig ungerechtfertigt". Er versicherte, der Rettungsfonds EFSF werde von der Kommission so bald wie möglich gestärkt, wie vom Euro-Sondergipfel am 21. Juli beschlossen. Er werde noch heute die Staats- und Regierungschefs der Länder in der Eurozone schriftlich auffordern, "ohne Verzögerung" für die nötige Ratifizierung von Gesetzen in ihren Parlamenten zu sorgen. Um die beim Euro-Gipfel am 21. Juli gefassten Beschlüsse umzusetzen, müssten nun auch die nationalen Parlamente handeln.
Hektisch versuchen Politiker, ein neues Griechenland zu verhindern: Am Mittwoch telefonierte Barroso mit dem spanischen Ministerpräsidenten José Luis Rodríguez Zapatero. Der fährt wegen der Turbulenzen einen Tag später als geplant in Urlaub. Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker und der italienische Finanzminister Giulio Tremonti trafen sich in Luxemburg. Das Gespräch sei sehr "fruchtbar" gewesen, erklärte Tremonti.
Ministerpräsident Silvio Berlusconi will sich nach Börsenschluss in Italien in beiden Kammern des Parlaments in Rom zu den Schulden seines Landes äußern. Die Opposition wirft ihm allerdings vor, Teil des Problems zu sein, und fordert seinen Rücktritt.
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(dapd/AFP/dpa/jab/luk)
Eurovision Song Contest
Was mich wundert, ist, wie sehr sich die europäische Staatengemeinschaft gegen die Tatsache wehrt, dass die amerikanische Finanzwirtschaft dem Euro den Kampf angesagt hat. Während die deutschen und französichen Steuerzahler als Krisensanitäter die verwundeten europäischen Verbündeten aus der Schußlinie zu schleifen suchen, führen die amerikanischen Eliten, mit Unterstützung der Ratingagenturen einen gnadenlosen Feldzug gegen die EU mit dem Ziel der Zerstörung des europäischen Währungsraumes. Hilfe bekommen sie durch "Verräter" aus unserer eigenen Finanzwirtschaft, die gedeckt durch die Politik, für diesen Verrat noch nicht mal gerade stehen müssen. Noch kann man ja den kleinen EU-Rekruten (Steuerzahler) zur Ader lassen.
Die amerikanische Wirtschaft und Politik sind nicht Freunde der EU!
Diese Tatsache wird manchen kleinen Sparer in der EU die Existenz kosten.
Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.
Statt Urlaubssperre wird hier Verantwortungslosigkeit öffentlich demonstriert.
wird Deutschland auch bald unter den "Rettungsschirm" schlüpfen wollen."
lol. sie belieben zu spassen. wir bekommen den knirps.
dann können die wirtschaftlich starken Staaten die Lasten nicht mehr schultern. Der Euro ist am Ende, die betroffenen Staaten gehen Pleite und die Schulden werden somit auf die starken Staaten übertragen. Schön für die deutsch-griechische, deutsch-spanische und deutsch-italienische Freundschaft, wenn wir ihre Schulden tilgen müssen. Die verantwortlichen Staatschefs wie Kohl, Waigel und Merkel leben derweil wie die Maden im Speck auf Steuerzahlers kosten. Und die Deutsche Bank, und hier möchte ich meinen speziellen Freund Herrn Ackermann wieder erwähnen, haben ihre Papiere schon längst durch deutsches Steuergeld versilbert. Derweil waren die Banken es, die einfach Kredite ohne Sicherheiten vergeben haben. Einwände? Ich bin belehrbar.
"leistungslose Erträge auf Kapital müssen radikal besteuert werden."
von bis zu 100%, was dann einem Verbot von Kapitalerträgen gleichkäme. Glauben Sie mir, danach würde eine 25h Woche für die Aufrechterhaltung des derzeitigen Wohlstandes ausreichen. Der Nebeneffekt wäre nahezu Vollbeschäftung.
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