Spekulationsskandale:Gezockt, verspielt, verurteilt

Sie jonglieren mit astronomischen Summen und zerstören das Vermögen anderer Menschen: Der UBS-Mitarbeiter, der zwei Milliarden Euro verlor, ist nicht der erste Händler, der seinem Arbeitgeber riesige Verluste beschert. Von Nick Leeson bis Jérôme Kerviel - die skrupellosesten Börsenzocker in Bildern.

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Sie jonglieren mit astronomischen Summen und zerstören das Vermögen anderer Menschen: Der UBS-Mitarbeiter, der zwei Milliarden Euro verlor, ist nicht der erste Händler, der seinem Arbeitgeber riesige Verluste beschert. Von Nick Leeson bis Jérôme Kerviel - die schlimmsten Börsenzocker in Bildern. Rund ein halbes Dutzend indische Banken sollen Anfang der 90er Jahre ihr Kapital an Broker geliehen haben - in der Hoffnung, dass sie das Geld an der Bombay Stock Exchange, der ältesten Börse Asiens, gewinnbringend einsetzen. Die illegal abgezogenen 1,3 Milliarden Dollar waren am Ende weg und viele der Banken insolvent.

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Die Barings Bank hatte den Höhen und Tiefen der Märkte lange getrotzt, dann riss der Brite Nick Leeson 1995 die britische Investmentbank in den Abgrund. Der Händler hatte durch riskante Deals unbemerkt ein Minus von 825 Millionen Pfund angehäuft. Am Ende brach die seit dem 18. Jahrhundert existierende Traditionsbank unter dem Verlust zusammen.

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1995 machte die japanische Daiwa-Bank mit einem Finanzskandal Schlagzeilen. Durch unautorisierte Anleihegeschäfte des Händlers Toshihide Iguchi verlor die Bank 1,1 Milliarden Dollar. Er wurde zu vier Jahren Haft verurteilt.

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Das japanische Handelshaus Sumitomo verlor 2,6 Milliarden Dollar durch jahrelange ungenehmigte Kupfer-Geschäfte. Im Juni 1996 flogen sie auf. Verantwortlich war Yasuo Hamanaka. Er trug den Spitznamen "Mr. Fünf Prozent", weil seinem Händlerteam der Ruf vorauseilte, fünf Prozent des weltweiten Kupferhandels zu kontrollieren. Hamanaka wurde zu acht Jahren Haft verurteilt.

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David Bullen und Vince Ficarra, zwei Händler der National Australia Bank, wurden im Juli 2006 zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Sie sollen mit Falschbuchungen Verluste verschleiert haben. Der Schaden betrug 187 Millionen Dollar.

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Die britische Finanzaufsicht sprach dem Merrill-Lynch-Händler Alexis Stenfors im Februar 2009 ein fünfjähriges Berufsverbot aus. Er soll seine Handelspositionen bewusst überbewertet haben, um Verluste zu vertuschen. Seine Bank musste 456 Millionen Dollar abschreiben. 

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Jérôme Kerviels Name steht für den größten Einzelbetrug in der Finanzwelt. Als Händler bei der französischen Bank Société Générale hatte Kerviel seinem Arbeitgeber mit schwindelerregenden Spekulationsgeschäften einen Verlust von 6,7 Milliarden Dollar zugefügt. Die zweitgrößte französische Bank stand deshalb kurz vor dem Ruin. Kerviel flog 2008 auf und wurde 2010 zu drei Jahren Gefängnis verurteilt.

© sueddeutsche.de/Reuters/fo/kahe - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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