Spareinlagen bei Banken Große allgemeine Verunsicherung

Die privaten Banken kürzen die Garantie für die Einlagen - ausgerechnet mitten in der Wirtschaftskrise. Selbst der Bankenverband räumt ein, dass der Zeitpunkt für diesen Schritt nicht optimal sei. Was das für den Sparkunden bedeutet.

Von Andreas Jalsovec

Die Mitteilung wirkte bei Bankkunden nicht gerade vertrauensbildend: Die deutschen Privatbanken wollen die Garantien absenken, die sie den Kunden im Fall einer Bankpleite für die Guthaben zusichern. Statt dem Mindestbetrag von derzeit 1,5 Millionen Euro pro Bank und Kunde soll die Sicherung schrittweise fallen - auf 437.500 Euro im Jahr 2025.

Ist das Ersparte sicher angelegt?

(Foto: dpa)

"Eine solche Ankündigung verunsichert natürlich viele Verbraucher", sagt Klaus Fleischer, Bankprofessor an der Hochschule München. "Gerade weil derzeit viele europäische Banken mit den Folgen der Eurokrise kämpfen."

Das Timing sei nicht optimal gewesen, räumt man denn auch beim deutschen Bankenverband (BdB) ein. Das Ganze sei aber "keine Panikreaktion". Man diskutiere schon länger über neue Regeln zur Einlagensicherung und wolle sie Mitte Oktober endgültig beschließen.