Die Insolvenz der Bank United ist der bislang größte Zusammenbruch eines Kreditinstituts seit Jahresbeginn in den USA.
Die Pleite der amerikanischen Regionalbank United erinnert an die anhaltende Instabilität der Finanzmärkte. Nach Großbritannien fürchten jetzt auch die USA eine Herabstufung durch Ratingagenturen, was den Dollar am Freitag spürbar nach unten zog.
Größte Pleite dieses Jahres: eine Filiale der Bank United im US-Staat Florida. (© Foto: Reuters)
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Die Aufsichtsbehörden schloss die größte Bank im Bundesstaat Florida. Die Bank United verfügte über Vermögenswerten von 13 Milliarden Dollar. Schwere Verluste hatten ihre Kapitalreserven aufgezehrt. Die Einlagensicherung FDIC fädelte den raschen Verkauf des Instituts an ein Konsortium von Finanzinvestoren ein, der jedoch weniger als eine Milliarden Dollar einbringt.
Die größte Bankenpleite des Jahres wird die FDIC somit fast fünf Milliarden Dollar kosten. Nur im vergangenen Jahr, als die Sparkasse Indymac zusammenbrach, musste die FDIC mehr Geld ausgeben. Seit Beginn der Finanzmarktkrise 2007 haben die Aufsichtsbehörden bereits 62 beim FDIC abgesicherte Geldinstitute geschlossen. Die meisten Kunden haben dabei kein Geld verloren.
Der bei weitem größte Bankzusammenbruch in den USA war im September 2008 die Pleite der Investmentbank Lehman Brothers, die Vermögenswerte von 640 Milliarden Dollar in den Büchern hatte.
Mit ihrem Kollaps wuchs sich die amerikanische Finanzkrise über Nacht zu einer Weltwirtschaftskrise aus. In den vergangenen Monaten war die Einschätzung der Banken dann besser geworden. An der Börse waren Bankaktien zuletzt rasant gestiegen. Mehrere Großbanken hatten für das erste Quartal Gewinne gemeldet und wollen Staatshilfen zurückzahlen. Zumindest bei Sparkassen und Regionalinstituten ist die Krise jedoch offenbar noch lange nicht ausgestanden.
Die Zahlungsschwierigkeiten vieler Bürger treffen Sparkassen besonders hart. Weil auch Kredite für Gewerbeimmobilien faul werden, könnten sich die Verluste bei kleinen und mittleren Kreditinstituten auf 200 Milliarden Dollar belaufen. Die US-Regierung ist beunruhigt, zumal langsam die Reserven der FDIC zur Neige gehen. Schon Ende 2008 war ihr Vermögen auf weniger als 19 Milliarden Dollar geschrumpft, verglichen mit mehr als 52 Milliarden Dollar Ende 2007.
Geld für Rettung wird knapp
Die FDIC will nun eine neue Notumlage bei den Banken erheben. Zudem hat der Kongress in dieser Woche ein Gesetz verabschiedet, das dem Fonds erlaubt, sich deutlich mehr Geld beim Finanzministerium zu leihen als bisher. Die knappen Mittel der FDIC sind auch ein Grund, weshalb die Behörde erwägt, Finanzinvestoren den Einstieg bei Banken zu erleichtern.
Bisher dürfen sie maximal 25 Prozent an einer Bank besitzen, es sei denn, sie schließen sich zu Konsortien zusammen. Schon die Sparkasse Indymac war an Finanzinvestoren verkauft worden, unter ihnen J.C. Flowers, der an der deutschen Hypo Real Estate und der HSH Nordbank beteiligt ist. Gemanagt wird Bank United ab sofort von John Kanas. Er führt die Investorengruppe an, zu der außerdem Carlyle und Blackstone - zwei der weltweit größten Finanzinvestoren - sowie WL Ross & Co. und Centerbridge Partners gehören. Nur wenige Beteiligungsfirmen haben bisher Kreditinstitute übernommen und selten hatten sie damit bisher Erfolg.
Zweifel an einer schnellen wirtschaftlichen Erholung haben die US-Aktienmärkte am Freitag belastet. Beruhigende Äußerungen der Rating-Agentur Moody's zur US-Kreditwürdigkeit stimmten die Anleger an der Wall Street nur kurzzeitig optimistisch. In Amerika gibt es Sorgen, dass den USA ein Verlust der Bonitäts-Bestnote für staatliche Anleihen droht. Dann müßte die Regierung deutlich mehr bezahlen, um die wegen der Wirtschafts- und Finanzkrise stark steigenden Staatsschulden zu finanzieren.
Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hatte am Donnerstag angekündigt, die britische Kreditwürdigkeit zu überprüfen. S&P hatte ihren Ausblick für britische Staatsanleihen von "stabil" auf "negativ" korrigiert, zum ersten Mal überhaupt seit mehr als 20 Jahren.
Die Staatsverschuldung könne bald 100 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung erreichen und mittelfristig auf diesem Niveau verharren, hieß es zur Begründung. Das drückte den Kurs des Pfundes nach unten. Am Freitag belasteten die Sorgen um die Bonität der USA den Dollar stark. Am Freitagmittag legte die Europäische Zentralbank den Kurs mit 1,3972 Dollar fest. Am Vortag lag der Wert bei 1,3771 Dollar. Selbst ein Erreichen des Jahreshochs jenseits von 1,40 erscheint möglich, sagten Analysten.
(SZ vom 23.05.2009/hgn)
Venizelos kritisiert IWF-Chefin
Während sich die Banken über die Steuerzahler reinwaschen und ihren Betrug vertuschen dürfen, geht der Austrocknungsprozess weiter, denn es mangelt an fließendem Wasser -
so verdörrt alles und wird durch eine Wüste der Leblosigkeit ersetzt.
Frau Merkel hat leider nur Physik studiert, aber die Problematik einer Wüste ist ihr fremd geblieben, sowie die Nöte ihrer Landsleute, die hinter den Banken als nicht systemrelevant zurück bleiben. Der Bürger ist ein ungeliebtes Fossil, das nicht mehr in die Politik & Wirtschaft passt, nur als Wähler & Steuerzahler - werden sie noch gebraucht !!!
Der Rest ist Schweigen in der Wüste Deutschland ....
Was ist den schon dabei, die USA kann so etwas nicht jucken, so lange sie sich einen Krieg und Völkermord leisten können der Täglich 1,2 Millarden Dolar kostet ist so etwas ein klags für die. Sie Sparen ja auch Geld ein, auf Kuba wird das "Lager" aufgelöst und das Militärtribunal nach USA zurück verlegt. Unser Ausenminister Herr Steinmeier will auch helfen, es sollen ein paar von denen zu uns kommen und hier von den USA Gefoltert werden im beisein vom BND, die Jungs sollen noch was Lernen.
""""inflationäre Depression"""
Diese zwei Wörter muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Wenn ein Untergangsprophet überschnappt, dann krakelt er so...
Was heißt noch nicht vorbei? Es geht im Herbst erst richtig los. Wir werden jetzt den Run aus dem Dollar erleben, der zum dominoartigen Zusammenbruch der Weltwährungen führt. Die jetzige sogenannte Börsenrally hat durchaus fundamentale Gründe, und zwar inflationäre fundamentale Gründe. Hier sehen wir gerade die nächste Blase heißer Luft, die im Herbst platzen wird. Der Crash, der im Dezember 2007 begonnen hat, beginnt sich jetzt erst richtig zu entfalten, denn jetzt zeigen die sogenannten Rettungspakete ihre zerstörerische Wirkung. Run aus der Pleitewährung Dollar, inflationäre Depression und Hyperinflation, wie gerade wir in Deutschland sie schon oft in unserer Gesschichte erlebt haben. Und da ist unsere Politik wi immer sehr hilfreich, "nichts sehen, nichts hören, und nichts sagen". Es lebe die parlamentarische Diktatur.
Floridas Bank pleite. Macht nix - ist ja der Golden state.
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