Wer an Sonnenenergie denkt, hat laut Umfragen meist noch die Photovoltaik im Sinn. Aber immer mehr Hausbesitzer setzen auf eine weiterführende Technologie.
Ob Solarauto oder Energiepark: Die Umwandlung der Sonnenenergie in Strom spielt eine immer größere Rolle. Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach gewinnt Strom, den der Eigentümer zu einem gesetzlich garantierten Preis an einen Energieversorger verkaufen kann.
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Auf immer mehr Dächern und Fassaden finden sich solarthermische Anlagen, die das Wasser erwärmen oder die Heizung unterstützen. Vakuumröhren sind effizienter, aber teurer als Flachkollektoren. (© Foto: BSW-Solar / Viessmann)
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Für Hausbesitzer ist aber vor allem die Solarthermie interessant: Mit ihr lässt sich Wasser erwärmen, und auch die Heizung kann mit Sonnenenergie unterstützt werden.
"Die Anbieter werben damit, dass der Einbau einer Solarthermie-Anlage noch nie so einfach gewesen sei wie heute", sagt Lothar Beckmann von der Stiftung Warentest in Berlin. Früher hätten Bauherren die Bestandteile oft einzeln aussuchen müssen - mit der Ungewissheit, ob am Ende alles zusammenpasst. Heute dagegen könnten Kunden zwischen fertig geschnürten Paketen wählen.
Viel verkehrt machen können sie dabei nach Ansicht der Warentester nicht: Bei einem Test von zwölf auf den Warmwasserbedarf einer vierköpfigen Familie abgestimmten Solarpaketen schnitten im vergangenen Jahr zehn mit "gut" oder sogar "sehr gut" ab. Das sei ein klarer Beweis dafür, dass die Technik inzwischen ausgereift sei und zuverlässig für warmes Wasser sorgen könne.
Auch fassadentauglich
Das Herzstück einer thermischen Solaranlage sind Solarkollektoren: Diese sammeln Sonnenlicht und wandeln es in sogenannten Absorbern in Wärme um. "Unterschieden wird zwischen Flachkollektoren und teureren, aber auch effizienteren Vakuum-Röhren-Kollektoren", erläutert Udo Wirges vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK). Zur Warmwasserbereitung mit Sonnenenergie genüge für einen Vier-Personen-Haushalt eine Kollektorfläche von etwa sechs Quadratmetern Flachkollektoren oder zirka vier Quadratmetern Vakuumröhren.
Soll mit der Sonne auch geheizt werden, sollte mindestens eine Kollektorenfläche von 16 Quadratmetern Flachkollektoren oder zwölf Quadratmetern Vakuumröhren zum Einsatz kommen. "Am einfachsten ist die Montage der Kollektoren auf einem geneigten Dach, oberhalb der Ziegelebene oder anstelle der Ziegel", erklärt Richard Harnisch vom Bundesverband Solarwirtschaft in Berlin. Für Flachdächer gebe es Montagegestelle. In die Fassade lassen sich die Kollektoren entweder geneigt als Vordach mit Sonnen- und Wetterschutzfunktion oder integriert montieren.
"Den höchsten Solarertrag bringen Solarkollektoren bei exakter Südausrichtung, doch sind auch andere Himmelsrichtungen möglich", sagt Harnisch. Eine Ausrichtung nach Südwest oder Südost reduziere den Ertrag allerdings um zirka fünf Prozent, nach Westen und Osten um etwa zehn Prozent.
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Debatte über Urheberrecht
besteht in der Einspeisungsvergütung in Höhe von derzeitig immer noch 40 ct./kWh (früher 47 ct).
Mit den Solarkollektoren wird aber nicht Strom, sondern Wärme produziert, die vom privaten Produzenten direkt ohne den Umweg über öffentliche Netze für Heizungszwecke oder in Form von Warmwasser (unmittelbar oder gespeichert) vor Ort auch verbraucht wird. Das macht Sinn, insbesondere dann, wenn eine (Niedrigtemperatur-) Fuißbodenheizung mit dem Solarstrom betrieben wird. Denn auf diese Weise können ca 70-90 % der insgesamt anfallenden Energie eines Haushaltes selbst produziert werden. Strom wird dann nur noch für die Beleuchtung und für den Betrieb von Haushaltsgeräten (Kühlschrank, Waschmaschine) benötigt. Die Aufwendungen hierfür halten sich in Grenzen (200-300 Euro pro Jahr für einen 4-Personenhaushalt).
Unsere Deppen von Rot-Grün, die 7 Jahre Regierungsverantwortiung getragen haben und immer von Umwelt und Klima reden, haben bislang dafür gesort, daß die uinrentable Photovoltaik subventioniert wird (z.B. 100.000 Dächer-Programm), nicht aber die Wärmeproduktion mittels Solarkollektoren.
Es wird Zeit für ein Umdenken (mitunter auch Paradigmenwechsel genannt).
Können Sie mir verraten, wie sie es schaffen mit einer 4köpfigen Familie und 200,-- Warmwasserkosten auszukommen. Oder sind diese 200,-- monatlich oder haben Sie einen besonders billigen Stromanbieter??
Die Freunde der Solarthermie kaufen das Heizöl nur, wenn es am teuersten ist. Dann ist die Einsparung am größten.
:-))
was sich wie rechnet, hängt auch mit dem Rest des Hauses zusammen. Da ist der Wärmebedarf des Hauses selbst und dann die Qualität der Wärmeverteilung/Übergabe.
So hat es keinen Sinn, eine 80er Jahre Hütte nur mit Kollektoren nachzurüsten. Wenn da nicht große Flächenheizungen mit Niedertemperaturauslegung - auf deutsch Wand/Fußbodenheizung in enger Verlegung vorhanden sind und auch genügend guter Speicher und entsprechende anlageneinstellung etc..., bringt das Ganze leider nichts.
Ich habe Neubauten entworfen/konstruiert, die tatsächlich "wenig" Energie zusätzlich brauchen, lt. Heizrechnung und Bauherrenangabe. Wieviel nun wirklich eingespart wird, weiß man leider erst im langfristigen Vergleich bzw leider nie.
Mein Tip: gutes Haus bauen (mit kompetentem Architekten) und neue Technik gleich mit. Altes Zeug wegreißen oder totalsanieren. Kostet alles Geld - leider wahr.
Daher wird die schöne Welt des Sigmar Gabriel nie kommen, weil die meisten Mitteleuropäer einfach nicht alles zahlen können. Die üblichen Milchmädchenrechnungen hier in der SZ sind schlimm. Lauter Branchenverbandsartikel - gut bezahlt.
Wenn bei einem Haushalt mit 4 Personen etwa 1.400 Euro p.a. für Heizung und Warmwasser mittels Gas anfallen, müsste eine Investition von etwa 10.000 Euro (plus Mehrwertsteuer?) bei 20 Jahren Lebensdauer mindestens 500 Euro Einsparung p.a. bringen. Die Zinsen, Wartung usw. fallen dabei vom Himmel.
Das ganze kann nur jemand ernst nehmen, der sich vom Anbieter die vermeintlichen Kosten astronomisch hochrechnen lässt auf der Basis von angeblichen Kosten für ein zu renovierendes Objekt lt. Bedarfsausweis und/oder extreme Preissteigerungen beim Energieträger. Das Erwachen kommt dann trotz der ach so großzügigen Förderung von 105 Euro pro qm Kollektorfläche, die gibt es nämlich nur einmal und nicht p.a.!
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