Ein Schweizer knackt den Jackpot eines Glücksspielautomaten und gewinnt 43 Millionen Euro - doch der Casino-Betreiber will das Geld nicht auszahlen und spricht von einem Softwarefehler. Nun will der Mann sein Glück vor Gericht einklagen.
Der Fall des Casino-Besuchers Behar Merlaku ist kurios. Im März versuchte der Schweizer in der Spielbank Bregenz sein Glück im Automatenspiel - und knackte den Jackpot. 43 Millionen Euro sollten ihm gehören.
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Der Schweizer Casino-Besucher Behar Merlaku gewann Millionen an einem Spielautomaten (Symbolbild). Ob er das Geld erhält, ist jedoch unklar. (© dpa)
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Doch Merlakus Glück war nur von kurzer Dauer: Die Casinos Austria AG verweigert dem Mann bis heute die Auszahlung. Die Begründung: Ein Softzwarefehler habe den Millionengewinn verursacht. Obendrein hat der 26-Jährige Casino-Verbot, weil er sich über die Vorgehensweise beschwerte.
Weil er die Weigerung der Casinos Austria AG nicht akzeptiert, will Merlaku vor Gericht um sein Geld kämpfen."Ein Casinomitarbeiter hat einen Code in den Automaten eingetippt, die Anzeige gelöscht und ist mit der Chipkarte meines Mandanten verschwunden", sagte Merlakus Anwalt Thomas Kerle gegenüber der Financial Times Deutschland. Anschließend habe der Direktor des Glücksspielbetriebs einfach erklärt, dass der Jackpot durch einen Systemfehler ausgelöst worden sei - Automaten dieser Art hätten ein Auszahlungslimit von 4500 Euro.
Für Kerle ist dieses Argument nicht stichhaltig: Er beharrt darauf, dass sein Mandant mit der Benutzung des Automaten einen Vertrag mit dem Casino eingegangen sei, aus dem Pflichten entstanden seien. "Die beinhalten, dass der Automat funktioniert", so Kerle.
Vorwürfe erhebt der Anwalt auch gegen den Staat Österreich. Der Fall sei nicht ordungsgemäß kontrolliert und geprüft worden, die Aufsichtbehörden seien nicht eingeschritten. Der Glücksspielkonzern selbst will sich zu dem laufendem Verfahren nicht mehr äußern. Der FTD zufolge hieß es vorher jedoch noch aus Unternehmerkreisen, dass "rechtlich alles korrekt" abgelaufen sei.
"Glückskind oder Opfer des österreichischen Systems?" - unter diesem Slogan haben Merlakus Anwälte sogar schon eine Pressekonferenz veranstaltet, um den Druck auf Casinos Austria zu erhöhen. Im September reichten sie beim Landesgericht Feldkirch Klage ein. Die erste Gerichtsverhandlung soll nun im Januar 2012 stattfinden.
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(sueddeutsche.de/bürk/joku)
wichtig zu klären wären wahrscheinlich, ob mit millionen von euro auch geworben worden ist oder ob ein limit festgeschrieben stand. die beweislast, dass es ein softwarefehler gewesen ist (klingt sowieso dubios, da es sich um relativ einfache standardsoftware handeln sollte), wird wohl nicht auf dem konsumenten sein.
Glücksspiel um Geld ist sittenwidrig, ergo gibt es aus keinerlei Geschäften über Glücksspiel irgendwelche verbindlichen Ansprüche. Der Mann muss leer ausgehen. Wer Glücksspiel betreibt wird so oder so verarscht, vielleicht wird es dem Mann eine Lehre sein. Wahrscheinlich aber nicht.
Wirklich krass finde ich ja diese Aussage:
"Automaten dieser Art hätten ein Auszahlungslimit von 4500 Euro"
aber offenbar dürfen Sie dem Spieler vorgaukeln er kann 43Mio € gewinnen??
Zeigt irgendwie das unsere lieben Nachbarn sehr gerne abzocken!!
Hoffentlich geht dieser Herr zur Not bis vor den Europäischen Gerichtshof!
Grüße
Ein Softzwarefehler ...und ist mit der Chipkarte meines Mandanten verschwungen"