Höchstens fahrlässig gezockt, aber nicht strafbar gehandelt: Die Düsseldorfer Justiz gibt sich im Umgang mit Skandalbankern milde.
Die Vorstände vieler Landesbanken können aufatmen. Und die Chefs einiger anderer Banken ebenfalls. Sie kommen voraussichtlich darum herum, sich für fragwürdige Geschäfte, mit denen sie erst ihre Institute und dann die ganze Wirtschaft in die Krise geführt haben, vor Gericht verantworten zu müssen. Das ist die eigentliche Konsequenz des ersten großen Ermittlungsverfahrens in Deutschland, mit dem die Justiz das Versagen der Banken aufarbeiten wollte. Nach Ansicht der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft haben die früheren Vorstände der Mittelstandsbank IKB allenfalls fahrlässig gezockt, sich aber nicht strafbar gemacht. Sie hätten schließlich nicht vorgehabt, der IKB zu schaden.
Die IKB geriet durch Fehlspekulationen in den USA in Schieflage. (© Foto: dpa)
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Jahrelangen haben Finanzjongleure in den USA und anderen Ländern jede Menge Kredite zu Paketen geschnürt, wieder ausgepackt, neu sortiert, und um die halbe Welt geschickt. Vor allem mit US-Immobiliendarlehen wurde auf diese Weise gehandelt, als ob es Wertpapiere wären. Solange die Rendite stimmte, war das ein tolles Geschäft, an dem sich zahlreiche Banken berauschten, auch in Deutschland und hier vor allem auch staatseigene Landesbanken.
Als immer mehr Häuslebauer in den USA ihre Darlehen nicht mehr zurückzahlen konnten, die sie bei strenger Prüfung nie hätten bekommen dürfen, platzte diese Blase. Seitdem muss der Staat mit dem Geld der Steuerzahler einspringen, um das Finanzsystem und die Wirtschaft zu retten. Viele Milliarden Euro sind fällig, aber niemand ist dafür letzten Endes wohl verantwortlich. Dass dem ehemaligen IKB-Chef nun unter anderem zur Last gelegt wird, er habe Lautsprecherboxen über die Bank abgerechnet, wirkt wie ein Hohn.
- Untreueverdacht Anklage gegen Ex-IKB-Chef Ortseifen 01.07.2009
- Milliarden-Bürgschaft vom Staat IKB: Noch mehr Geld 19.06.2009
- Ärger um IKB Aufklärung unerwünscht 25.03.2009
(SZ vom 02.07.2009/mel)
die wegen angeblich unterschlagener 1,30 Euro ihren Arbeitsplatz verlor, möge umsatteln auf Bankerin. Allerdings muss sie vermutlich vorher noch einen Kurs in desaströsem Wirtschaften machen.
A bissl Taliban täte uns auch ganz gut. Das einzige, was Zypries und Schäuble fürchtet.
"Nicht nur die deutsche Justiz ist unbestechlich? Auf der ganzen Welt kann man mit der größten Geldsumme keinen Richter mehr dazu verführen, Recht zu sprechen". Bertold Brecht
"Es gibt in der deutschen Justiz zu viele machtbesessene, besserwissende und leider auch unfähige Richter, denen beizukommen offenbar ausgeschlossen ist". Dr.Egon Schneider, ehem. Richter am OLG, in "Zeitschrift für anwaltliche Praxis" 6/1999 vom 24.03.1999, S. 266
"In Deutschland kann man, statt einen Prozess zu führen, ebenso gut würfeln." Bundesverfassungsrichter a.D. Prof. Willi Geiger, Karlsruhe. In einem Beitrag in der "Deutschen Richterzeitung", 9/1982, S. 325
"Ich bin selbst ein deutscher Richter, seit fast 20 Jahren. Ich würde mich nicht noch einmal entscheiden, ein deutscher Richter zu werden. Die deutschen Richter machen mir Angst." Prof. Diether Huhn in: "Richter in Deutschland", 1982
Zitate, von denen jedes einzelne zutiefst erschüttert, insbesondere auch deshalb, weil drei dieser Zitate von Richtern selbst stammen, und zwar von hohen Richtern.
Bei mir als Nicht-Juristen erwecken diese Zitate den Eindruck, als hätten viele der "gutmeinenden" Richter, derjenigen Richter, deren ethisches Empfinden (noch) intakt ist, mittlerweile resigniert, als sähen sie keine realistische Chance mehr, die Missstände in ihrem eigenen Berufsstand zu verbessern, als seine sie auf "Hilfe von außen" (Taliban?) angewiesen, auf Unterstützung und Stärkung durch Politik und Öffentlichkeit, um evtl. doch noch etwas bewegen zu können. (Ich resigniere, aber ich mache weiter!?, Dr. Egon Schneider).
Unsere Justiz - eine einzige Lachnummer. Und wie lange sollen wir diesem schamlosen Treiben noch zuschauen?
Nach dem Totalversagen der Bänker jetzt das Totalversagen der Justiz. Eine Krähe hackt der anderen wohl kein Auge aus, was?
Sie hätten schließlich nicht vorgehabt, der IKB zu schaden. Bei solchen Urteilen müsste eigentlich jeder Bürger erkennen, wie verlogen und korrupt unsere Justiz ist bis ins Mark.
Dies hat mit Rechtssprechung überhaupt nichts mehr zu tun. Entspricht exakt den Erfahrungen, die ich mit unserer kriminellen, korrupten und erpressbaren Justiz gemacht habe.
Die Bank hatte mit öffentlichen Steuergeldern in Milliardenhöhe!! gepokert und sich verspekuliert.
Die Führungsspitze musste bedenken, dass bei einer Insolvenz der Bank die sogenannte Gewährträgerhaftung der Hauptanteilseigner greift "und letztlich der Steuerzahler für die Verluste der Bank einzustehen hat".
Vor diesem Hintergrund waren dem Vorstand risikobehaftete Geschäfte, die spekulativen Charakter trugen, von vornherein verboten.
Der Vorstand einer Kapitalgesellschaft hat die Pflicht, das Vermögen der Aktionäre "wie ein sorgfältiger und gewissenhafter Kaufmann zu betreuen".
Ich bewundere alle, sogar die Taliban, die den Mut dazu haben, dieser kriminellen Justiz die Stirn zu bieten. Dieser Mafia-Staat eine einzige Lachnummer.
Paging