Die Siemens AG ist nach Informationen der Süddeutschen Zeitung zuversichtlich, im Korruptionsskandal einen höheren Millionenbetrag aus einer vor Jahren abgeschlossenen Versicherung zu erhalten.

Aus Konzernkreisen hieß es am Wochenende, ein Assekuranz-Konsortium unter Führung der Allianz sei offenbar bereit, zu zahlen.

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Siemens hat sich für Schäden, die von Vorständen oder Aufsichtsräten verursacht werden, bei diesem Konsortium mit 250 Millionen Euro versichert. Das Konsortium will nach Angaben aus Siemens-Kreisen aber "nicht die volle Deckungssumme" zahlen. Für Siemens verhandele eine Kanzlei mit dem Konsortium über die Höhe der Versicherungsleistung. Offiziell äußert sich Siemens dazu nicht.

Der Korruptionsskandal hat den Industriekonzern bislang fast zwei Milliarden Euro gekostet. Von ehemaligen Vorständen, die ihre Dienstpflichten verletzt haben und so ein System von schwarzen Kassen und Schmiergeldzahlungen ermöglicht haben sollen, verlangt Siemens zwischen einer Million und sechs Millionen Euro Schadenersatz. Diese Beträge sollen die Ex-Vorstände aus ihrem privaten Vermögen zahlen.

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(SZ vom 19.1.2009/lala)