Wohngemeinschaften sind so verschieden wie ihre Mitbewohner. In manchen verbringt man viel Zeit miteinander. In anderen läuft gar nichts zusammen. Tipps, die jeder WG gut tun.

Rüdiger Jordan, 34, gestaltet Innenräume. Er gibt Tipps und Anregungen zur funktionalen und ästhetischen Entfaltung von Wohnungen.

Auch wenn die Bewohner sich vieles teilen, ein privates Rückzugsgebiet braucht jeder. (© Foto: Photodisc)

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Die Achtundsechziger unter uns erinnern sich noch gut: Zu Beginn der siebziger Jahre formierten sich die ersten Wohngemeinschaften, von spießigen Nachbarn kritisch beäugt. Vielleicht nicht ganz zu Unrecht. Hand aufs Herz: Wer würde heute noch die Badezimmertür aushängen, um alles mit allen zu teilen? Zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist das WG-Leben von Pragmatismus geprägt, der ideologische Überbau hat sich einfach als zu lästig erwiesen.

Auszubildende oder Studenten wohnen zusammen, weil es schöner ist als bei den Eltern und um Geld zu sparen. In München kann mancher Student sich ohnehin keine eigene Wohnung leisten; und ein Zimmer im Wohnheim findet auch nicht jeder (und mag auch nicht jeder haben).

Auch für ältere Menschen, die wieder allein leben, ist das WG-Leben eine interessante Perspektive. Angenehme Mitbewohner hat man gerne zur Gesellschaft, und gegenseitige Unterstützung gibt's obendrein.

WGs sind so verschieden wie ihre Mitbewohner. In manchen wird zusammen eingekauft, gekocht, geputzt. Man verbringt viel Zeit miteinander, auch außer Haus. In anderen läuft gar nichts zusammen. Der Kühlschrank ist streng aufgeteilt, und die Badezimmerbenutzung per Plan geregelt.

Da nur sehr wenige Wohnungen für Gruppen vorgesehen sind, müssen WGs baulich meist mit Kompromissen leben und sich in Räumen einrichten, die für mehr oder weniger große Familien geplant sind. Da heißt es dann, sich einzusortieren: Jeder braucht ein seinen Bedürfnissen entsprechendes Zimmer.

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