Die Kritik an Thilo Sarrazin wegen dessen verunglückten Äußerungen wird schärfer. Doch ein Rücktritt kommt für den Ex-Finanzsenator und jetzigen Bundesbank-Vorstand nach wie vor nicht in Frage.
Berlins früherer Finanzsenator und jetziger Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin (SPD) hat einen Rücktritt wegen seiner abwertenden Äußerungen über Ausländer abgelehnt. "Ich habe alles gesagt, was ich sagen wollte", betonte Sarrazin am Freitag am Rande eines Kongresses in Berlin, wo er Gastredner war.
"Perfide, infam und volksverhetzend": Thilo Sarrazin hört derzeit viel Kritik über seine Person. (© Foto: dpa)
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Sarrazin hatte sich Anfang Oktober für seine Äußerungen entschuldigt: "Die Reaktionen, die mein Interview in Lettre International verursacht hat, zeigen mir, dass nicht jede Formulierung in diesem Interview gelungen war. Das bedaure ich", hatte Sarrazin der SZ gesagt. Er habe nur die Probleme und Perspektiven der Stadt beschreiben, nicht aber einzelne Volksgruppen diskriminieren wollen. Auch habe er lediglich seine private Meinung geäußert, "nicht aber für die Bundesbank gesprochen", sagte Sarrazin.
Auf die Fragen von Journalisten nach seiner beruflichen Zukunft sagte Sarrazin nun, er werde am Montag wie üblich in seinem Bundesbank-Büro in Frankfurt arbeiten, wo ein Stapel von Akten auf ihn warte.
Das pikante Interview
In dem Ende September erschienenen Interview über Berlins wirtschaftliche Zukunft hatte Sarrazin unter anderem von "neuen kleinen Kopftuchmädchen", die "produziert" würden, gesprochen und beklagt: "Die Türken erobern Deutschland genauso, wie die Kosovaren das Kosovo erobert haben: durch eine höhere Geburtenrate."
Von verschiedenen Seiten, unter anderem von Bundesbank-Chef Weber und dem Grünen-Vorsitzenden Cem Özdemir, wurde Sarrazin ein Rücktritt nahegelegt. Kritiker werfen Sarrazin vor, sich diskriminierend gegenüber ethnischen Minderheiten wie Türken und Arabern in Berlin geäußert zu haben.
"Nähe zum Nationalsozialismus"
Der Zentralrat der Juden in Deutschland warf Sarrazin wegen dessen abwertender Äußerungen sogar Nähe zum Nationalsozialismus vor.
"Ich habe den Eindruck, dass Herr Sarrazin mit seinen Äußerungen, mit seinem Gedankengut Göring, Goebbels und Hitler wirklich eine große Ehre macht, so wie er es formuliert", sagte der Generalsekretär des Zentralrats, Stephan Kramer, in Berlin. Er bezeichnete Sarrazins Äußerung als perfide, infam und volksverhetzend.
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(sueddeutsche.de/dpa/gits/pak)
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Bisher hat noch jeder mit dem ich gesprochen habe und der in einem sozialen Brennpunkt arbeitet, genau das gesagt, was Herr Sarazin sagt, nur mit anderen Worten. Es gibt in diesen Brennpunkten einen Großteil auf den es zutrifft.
Solche Sätze wie die von Herrn Sarrazin hört man allenfalls an deutschen Biertischen. Es geht garnicht darum ob er in der Sache recht hat, sondern wie er es sagt. Von einem leitenden Banker könnte man mehr Feingefühl erwarten.
Es ist normalerweise nicht meine Art, andere Foristen für ihre Schreibfehler zu kritisieren, ich mache selbst genug davon.
Nur: Wenn Sie das Sarrazin-Interview mal ganz lesen, werden Sie feststellen, dass er nicht nur querbeet mit übelsten Pauschalisierungen über Ausländer hergezogen hat, sondern z.B. auch Berlin eine "plebejische Stadt" genannt hat.
Heutzutage wird das Wort Plebejer für "ungebildetes, einfaches Volk verwendet; vulgo; Die Proleten. Mit anderen Worten: Auch für Leute wie Sie, jedenfalls wenn man sich die Fehler in Ihren Kommentaren mal anschaut. Finden Sie den Mann immer noch gut?
Es kommt nicht nur drauf an, WAS man sagt, sondern auch WER es sagt und WIE derjenige das sagt. Ein Mensch der sein durchaus üppiges Gehalt aus öffentlichen Mitteln bezieht (also aus Steuergeldern, auch von denen der gescholtenen "Proleten") sollte ein bisschen vorsichtiger mit seiner Wortwahl sein als der gemeine Bruder vom Stammtisch.
Wenn er z.B. gesagt hätte: "Wir haben ein Problem bei der Integration grade jüngerer Türken, von denen in Berlin 75% keinen Schulabschluss machen, das birgt massiven sozialen Sprengstoff und wir müssen handeln" DANN und nur dann, hätte man vielleicht von sowas wie der "Wahrheit" sprechen können. Wenn er dann noch Lösungsvorschläge gemacht hätte (oder noch besser, sie umgesetzt hätte, als er jahrelang in verantwortlicher Position in Berlin tätig war!), hätte er mit berechtigtem Lob rechnen können.
Eine Äußerung wie die von "den kleinen Kopftuchmädchen" beleidigt eine große Gruppe Menschen pauschal und dient niemandem, außer den dumpfen Stammtischbrüdern, wie sie kein Klischee "schöner" zeichnen könnte.
Go Petra - go!
Liebe Zeitungsmacher!
Ihr werdet mitschuldig sein, wenn Deutschland kurz über lang in den Staatsbankrott stürzt.
Ihr beißt Euch an den scharfen Äußerungen von Herrn Sarrazin fest, statt ihn in der Sache zu unterstützen.
Ihr stellt Euch hiermit auf die Stufe unserer unfähigen Politiker, die dieses Problem seit Jahren unter den Teppich kehren. Mit dieser dummen Politik treiben sie unsere Bildungsschichten aus dem Land, die diese selbstverschuldete Soziallast nicht mehr mit ihren Steuern finanzieren wollen.
Und diese dumme Politik füllt das Defizit mit Zuwanderern auf, die bildungsmäßig am Punkt Null anfangen indem Glauben ein Zuwanderer ist gleich ein Rentenbeitragszahler.
D.h. selbst wenn es uns gelänge alle zu schulen und auszubilden, dass sie eines Tages als Steuerzahler und Rentenkassenfüller ihre Staatsbürgerpflicht erfüllten, hätten wir immer noch doppelte Ausbildungskosten. Für die Abgewanderten und für die Zuwanderer.
Solch ein Luxus kann sich auf Dauer kein Staat leisten.
Da diese günstige Ausbildungsprognose nicht mal zur Hälfte erreicht werden wird, werden wir in Deutschland sehr bald den Zusammenbruch der Sozialsysteme erleben.
Fakt ist, das Bildungsproblem ist kein Problem der Angebotsseite.
Das Bildungsproblem ist ein Problem der Bildungsfernen Schichten sowohl der Inländer und der Zuwanderer.
Diese Eltern sind gefordert, dass Ihre Kinder die Schulen regelmäßig besuchen und dass ihre Kinder sich in der Schule (und auch außerhalb) ordentlich benehmen und am Unterricht erfolgreich teilnehmen.
Ich kann nur feststellen, Ihr Zeitungschreiber kennt die Realität anscheinend genauso wenig wie die Politiker. Alles Träumer und Sozialromantiker, die nicht merken, wie diese bildungsfernen Schichten nur fordern und die Schuld an ihrer Misere immer bei anderen suchen, aber selbst zu keinerlei Engagement bereit sind.
Die Situation, wie sie Herr Sarrazin beschrieben hat, wird sich bei solchen Zeitungsmachern und Politikern in den Nächsten Jahren noch erheblich verschlimmern statt verbessern,
was mich sehr wahrscheinlich auch zum Auswandern bewegen wird.
MfG Petra
Konfuzius sprach: Der Edle fordert sich selbst. Der Gemeine fordert von anderen.
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