Öl ist so teuer wie nie zuvor: Ein Barrel kostet in New York erstmals mehr als 130 Dollar. Ein Ende des Höhenflugs ist nach Meinung von Analysten nicht in Sicht.

Der US-Ölpreis hat am Mittwoch nach einem Rekordsprung erstmals die Marke von 130 Dollar übersprungen. Mit der Sorge vor einer weiter steigenden Nachfrage nach Rohöl auf den Weltmärkten und vor möglichen Versorgungsengpässen stieg der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Sorte West Texas Intermediate (WTI) im Mittagshandel auf den Rekordstand von 130,28 Dollar.

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Preisexplosion an den Ölmärkten: Ein Barrel Rohöl kostet in New York 130 Dollar - so viel wie nie. (© Foto: dpa)

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An der Börse in London sprang der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent ebenfalls auf ein neues Rekordhoch. Hier kostete ein Barrel zeitweise 129,70 Dollar und damit so viel wie nie zuvor.

Als Auslöser für die jüngste Preissteigerung gilt unter anderem ein Bericht, wonach der Präsident der Opec angekündigt hat, die Organisation werde ihre Fördermenge nicht vor ihrem nächsten Treffen im September erhöhen.

Spekulanten verdienen mit

Laut Händler hat auch der deutlich gefallene Wechselkurs des Dollar den Ölpreis nach oben getrieben. Am kommenden Wochenende beginnt jedoch in den USA die sommerliche Autoreisezeit, eine Zeit traditionell hoher Nachfrage nach Benzin. Erschwerend kommt laut Analysten auch der große Energiehunger Asiens hinzu. Erstmals seit Ende April stieg der Euro wieder über die Marke von 1,57 Dollar.

Außerdem werde der Ölpreis von großen Fondsgesellschaften auf immer neue Höchstwerte getrieben, sagte der Rohstoffexperte Tony Nunan vom japanischen Mischkonzern Mitsubishi. "Die finanzstarken Investoren greifen in der Hoffnung auf weiter steigende Preise zu." Zudem hätten eine Reihe von höheren Ölpreisprognosen führender Banken die Kauflaune weiter angeheizt, sagte David Moore von der Commonwealth Bank of Australia.

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(sueddeutsche.de/AP/dpa/dpa-AFX/tob/mel)