Ruheständler mit Mini-Einkommen haben von einer Riester-Rente womöglich gar nichts - der Staat behält sie ein.
Wer einen Riester-Vertrag abgeschlossen und im Ruhestand ansonsten nur eine geringe gesetzliche Rente als Einkommen hat, sieht von seiner privaten Zusatzrente womöglich keinen Cent. Der Grund: Das Sozialamt darf auf die zusätzliche private Altersvorsorge zurückgreifen, wenn der Anspruch auf die vom Staat bezahlte Grundsicherung berechnet wird. Das hat am Donnerstag die Deutsche Rentenversicherung bestätigt.
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Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes erhielten Ende 2006 etwa 371.000 Menschen, die älter als 65 Jahre waren, die Grundsicherung. Diese wird gezahlt, wenn das Gesamteinkommen des Ruheständlers unter 660 Euro im Monat liegt.
Hat eine Rentnerin zum Beispiel nur ein Monatseinkommen von 400 Euro, stockt der Staat den Betrag um 260 auf 660 Euro auf. Würde die Rentnerin zusätzlich zu den 400 Euro eine Riester-Rente von 200 Euro beziehen, bekäme sie vom Sozialamt nur noch 60 Euro - sie hätte damit quasi umsonst "geriestert".
Abrutschgefahr
Rentenexperten weisen nun darauf hin, dass in den kommenden Jahren zahlreiche Ruheständler unter die Grundsicherung von derzeit 660 Euro abrutschen könnten. Das liegt am sinkenden Leistungsniveau in der gesetzlichen Rentenversicherung und an der teilweise verkürzten Einzahlungsdauer.
"Wir werden wohl davon ausgehen müssen, dass die Zahl derjenigen, die tatsächlich Grundsicherung benötigen und für die die Riester-Förderung sich in Luft auflöst, dann in die Millionen geht", sagte Renten-Experte Winfried Schmähl im ARD-Magazin "Monitor". Der Vorsitzende des Sachverständigenrates, Bert Rürup, fordert deshalb gesetzliche Konsequenzen: Wer privat vorsorge, müsse das Geld auch tatsächlich später in der Tasche haben.
Der Sprecher der Deutschen Rentenversicherung warnte hingegen davor, das Problem überzubewerten. Er wies darauf hin, dass die meisten Rentner Nebeneinkünfte haben. "Einen jungen Geringverdiener wegen dieser Problematik vom 'Riestern' abzuhalten, ist verantwortungslos. Es kann ja sein, dass er in Zukunft mehr verdienen wird", sagte er.
(SZ vom 11.01.2008/sho)
Christopher Lee zum 90.
Wieviele Leute es gibt, die diesen Artikel lesen oder die Sendung gesehen haben und schockiert sind...
Das schockiert mich wiederrum. Seitwann gibt es denn Stütze(!) vom Staat ohne Beachtung des Angesparten? Wenn man mit einer Lebensvesicherung im Rücken kein Hartz IV bekommt, gibt es doch auch keinen Zweifel daran, daß man keine/weniger Grundstütze bezieht wenn man jeden Monat Riester bekommt. Eine Grundsicherung ist schließlich auch eine soziale Stütze für Rentner mit wenig Einkommen.
Ich weiß nicht was sich diese Empörten von Riester erhofft haben. Daß arme Menschen damit reich werden, stand nie zur Debatte. Eine wundersame Geldvermehrung mit der man im Alter dann wie Gott in Frankreich lebt, ist wohl eher nicht zu erwarten. Dann sollten sie lieber in Lotto, Aktien oder, auf Nummer sic,her in Immobilien investieren als in Riester.
Und den "blühenden Landschaften im Osten" daran die Schuld zu geben ist ja wohl mehr als armselig.
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ein jeder kann seine Meinung drüber Schreiben
Aber bei der Wahrheit bleiben!
den wir sind keine Politiker
Uns steht das recht nicht zu.
Zu lügen, zu betrügen, anderen das Geld aus der Tasche zu ziehen.
Dafür ist das zerschlagene Volk zu klein.
Ach wie gemein.
Also lieber Herr Gerald,
vielliecht sollten SIE sich mal die Mühe machen und einen Rentenrechner für Ihre Berechnung hinzuzuziehen.
Ich will jetzt hier nicht mit Zahlen um mich werfen, aber wenn Sie zwischen 1000-1500Euro/Monat verdienen und ca. 30 Jahre einzahlen, dann sind Sie ein Fall für den Schlafsack Y unter der Brücke X.
Dann reicht es noch nicht mal für die Miete.
Die Konsequenz, die aus dem Monitor-Beitrag zu ziehen ist, um Probleme für den Staatshaushalt abzuwenden aufgrund der damit weiter geförderten Vollversorgungs-Mentalität abzuwenden, wäre wohl, die Riesterrente zur Pflicht zu machen, wie es ja schon angedacht war.
Nachdem die Leute heute nicht mehr stolz sind, wenn sie NICHT als Bittsteller zum Amt müssen, um dort Ihre Hosen herunterzulassen (zuzüglich Kontrollbesuche mit Überprüfung des Inhalts des Kleiderschranks zu Hause), dann muss man sie wohl zu ihrem Glück zwingen.
Paging