Die staatlich geförderte Altersvorsorge war als bürokratisches Monstrum gebrandmarkt - doch nun entwickelt sie sich zum Erfolgsmodell.
Wenn es Geld vom Staat gibt, greifen die Deutschen normalerweise zu. Bei der Riester-Rente war dies lange nicht der Fall. Die staatlich geförderte Altersvorsorge, oft als bürokratisches Monstrum gebrandmarkt, war für die Bundesbürger eine Rätsel-Rente.
Entspannt den Ruhestand genießen: Die Riester-Rente entwickelt sich mehr und mehr zum Erfolgsmodell. (© Foto: ddp)
Anzeige
Doch nun entwickelt sie sich zum Erfolgsmodell - und das zu Recht: Bei keiner anderen Anlage bekommen Sparer vom Staat so viel Geld geschenkt. Das Jahr 2006 scheint deshalb zum Riester-Jahr zu werden.
Viele haben die Riester-Rente jahrelang schlecht geredet
Allein von Januar bis Juni wuchs die Zahl der nach dem früheren Bundesarbeitsminister Walter Riester (SPD) benannten Altersvorsorgeverträge um mehr als eine Million auf insgesamt fast 6,5 Millionen Verträge. Dafür gibt es mehrere Gründe: Viele Versicherungsvertreter haben die Riester-Rente jahrelang schlecht geredet - und lieber Kapital-Lebensversicherungen verkauft, weil es für deren Abschluss höhere Provisionen gibt.
Seit dem Wegfall der Steuerfreiheit auf Lebensversicherungen Ende 2004 geht dies aber nicht mehr so leicht - die Verkäufer mussten sich mit der Riester-Rente anfreunden. Zugleich ist die staatlich geförderte Altersvorsorge attraktiver geworden:
Weniger Bürokratie: Der Antrag auf die Zulage wurde vereinfacht. Ist das Papier einmal unterschrieben, gilt es auch für die folgenden Jahre, falls sich bei den persönlichen Verhältnissen des Sparers nichts Wesentliches ändert.
Mehr Flexibilität: Der Kunde kann sich am Ende der Laufzeit 30 Prozent des angesammelten Kapitals auf einen Schlag auszahlen lassen.
Sie sind jetzt auf Seite 1 von 3 nächste Seite
Verkehrssünderdatei in Flensburg