In Ungarn muss währenddessen schon die Europäische Zentralbank (EZB) mit fünf Milliarden Euro aushelfen. Die EZB hilft der Ungarischen Zentralbank bei der Versorgung der Geldmärkte des Landes mit Euro. Über ein Abkommen könne sich die Ungarische Zentralbank bis zu fünf Milliarden Euro leihen und zusätzlich dem einheimischen Devisenmarkt zur Verfügung stellen, teilte die EZB am Donnerstag in Frankfurt mit.

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Angesichts der Spannungen an den Geldmärkten haben zahlreiche Notenbanken sich zur Zusammenarbeit entschlossen. So war erst am Mittwoch ein Abkommen zwischen EZB und Schweizer Notenbank geschlossen worden, wodurch im Euroland die Versorgung mit Schweizer Franken verbessert werden soll. Zudem gibt es ein Abkommen zwischen der EZB und der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), wodurch die EZB inzwischen unbegrenzt US-Dollar auch in Europa zur Verfügung stellen kann.

Ende vergangener Woche war es infolge der Finanzkrise zu spekulativen Angriffen auf ungarische Staatsanleihen und die Landeswährung Forint gekommen. Anfang dieser Woche hatte der Internationale Währungsfonds (IWF) Ungarn seine Unterstützung zugesagt. Der ungarische Anleihenmarkt sei stark unter Druck geraten, "obwohl das Land seine Wirtschafts- und Finanzpolitik in den letzten Jahren verbessert hat", hieß es am Montag in einer IWF-Stellungnahme.

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(sueddeutsche.de/dpa, AP, Reuters/ld/jkr)