Nicht nur Kanzlerin Merkel lehnt eine Beteiligung am US-Rettungspaket für die Banken ab - auch die übrigen G-7-Staaten machen nicht mit.
Die Bundesregierung lehnt ein Rettungspaket für Banken in Deutschland ab. "Für uns gibt es in den Verantwortlichkeiten und in den Auswirkungen Unterschiede, so dass aus Sicht der Bundesregierung eine solche Maßnahme, wie sie die USA jetzt getroffen haben, nicht notwendig ist", sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm in Berlin. Der deutsche Finanzmarkt sei von den Turbulenzen weniger betroffen.
Bundeskanzlerin Merkel: "So kann es im internationalen Bereich nicht gehen." (© Foto: Reuters)
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Bundesfinanzminister Peer Steinbrück erklärte überdies nach einer Schaltkonferenz mit den Finanzministern und Notenbankchefs der G 7, alle lehnten eine Beteiligung an dem US-Programm ab. Auch plane niemand ein vergleichbares Paket.
US-Finanzminister Henry Paulson hatte angekündigt, einen 700 Milliarden Dollar schweren Fonds zu gründen, der Krisen-Papiere der US-Banken aufkaufen soll. Er hatte auch an andere Länder appelliert, sich anzuschließen.
Merkel: USA stehen in der Verantwortung
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Wochenende die US-Regierung mitverantwortlich für die Finanzkrise gemacht und strengere Auflagen für Spekulanten gefordert.
Die Amerikaner hätten sich lange geweigert, internationale Vorschriften zur Kreditvergabe und zum Kredithandel von Banken umzusetzen, sagte sie am Samstag auf einem Wirtschaftskongress im österreichischen Linz.
Während die EU das sogenannte Basel-II-Paket Anfang 2007 in einer Richtlinie umgesetzt habe, hätten die Amerikaner gemauert. "So kann es im internationalen Bereich nicht gehen", monierte Merkel. "Das ist auch nicht fairer Wettbewerb. Und das muss man sich dann unter Freunden auch sagen können."
Merkel bekräftigte ihre Forderung nach einer strengeren staatlichen Kontrolle der Finanzmärkte. Zu lange sei gesagt worden: "Lasst die Märkte machen, wir brauchen nicht mehr Transparenz", kritisierte die Kanzlerin.
Inzwischen habe sich die Haltung aber geändert. "Heute sind wir weiter, weil auch Amerika und Großbritannien sagen: Ja, wir brauchen mehr Transparenz, ja wir brauchen bessere Standards für die Rating-Agenturen." Man müsse auch bei den Finanzprodukten genau wissen, was dort gehandelt wird. "Ansonsten müssen wir dafür alle zahlen."
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(sueddeutsche.de/Reuters/AP/hgn/mel)
Ich hab´ Ihnen doch schon gesagt, Sie haben gewonnen.
Die Karawane zieht weiter.
Danke fuer die Blumen,aber es geht doch nicht um gewinnen oder verlieren.Es geht darum zu lernen, unseren eigenen Kopf bei einer unvoreingenommenen Betrachtung der Welt zu benuetzen und unsere Gedanken nicht durch Ideologien (Vorurteile eingeschlossen) ,welcher Art auch immer ,vernebeln zu lassen.
Wir muessen uns nur selbst zutrauen,dass wir es besser koennen als es uns die rigiden Weltbilder suggerieren -:)
Ich gebe es auf. Sie haben gewonnen.
Ich verstehe durchaus die Ratio Ihres Gleichnisses.Um dieses einmal weiterzuspinnen,muesste man sich dann aber auch fragen,ob die Bewohner des abgerissenen Hauses im Freien bei Sturm,Frost ,Eis und Hitze so lange ueberleben koennen,bis das neue,viel bessere Gebaeude bezogen werden kann. Wenn nicht,muesste man sich dann wohl z.B. mit einer etappenweisen Renovierung begnuegen.Solche Fragen sind nur nach der jeweiligen konkreten Sachlage und von Fall zu Fall praktisch zu entscheiden,mit Ideologie kommt man da nicht weiter.
Nach meiner Einschaetzung sind Leute wie Paulson und Bernanke (letzterer hat sich als Professor mit dem Crash von 1929 und dessen Auswirkungen akademisch profund auseinandergesetzt und wichtige Arbeiten dazu veroeffentlicht) praktisch und kaum ideologisch motiviert.
Nun, wissen Sie, es spricht zu vieles gegen diesen Plan.
Um mal ein Bild zu zeichnen: Manchmal ist es besser man reißt ein Haus ein und baut ein Neues, weil die Anforderungen sich grundlegend geändert haben.
Wenn Sie etwas neues aufbauen, müssen Sie sich mit den Anforderungen befassen und dann fließen Ihre alten Erfahrungen mit in dieses neue Haus. Für die Mieter des alten Hauses ist es sicher schmerzlich ihr altes Haus nun zu verlassen, haben sie sich doch jahrelang in diesem Hause eingerichtet.
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