Schon in den vergangenen Monaten wurde vieles teurer. Wie wirkt sich das 700-Milliarden-Paket auf die Entwicklung der Inflation aus?

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Viel hängt davon ab, zu welchen Konditionen die Märkte Amerika die neuen Schulden machen lassen. "Muss die US-Regierung einen viel höheren Zins zahlen als seither, dürften sich bald auch die Kosten für Hypotheken- und andere Darlehen für die Verbraucher erhöhen", erwartet Klude von M.M. Warburg. Nach den jüngsten Turbulenzen an den Börsen sind allerdings so viele Anleger in den vermeintlich sicheren Hafen der Anleihemärkte geflüchtet, dass auch ein sinkendes Zinsniveau nicht ausgeschlossen werden kann. Als Beispiel führt Klude Japan in den 90er Jahren an: "Das Land hat seine Bankenkrise ebenfalls durch eine deutlich höhere Verschuldung gelöst, und trotzdem sind die Zinsen gesunken."

Welche Folgen hat das Milliardenpaket für den Dollarkurs?

Das ist eine Frage des Vertrauens in die Fähigkeit Amerikas, die Krise zu bewältigen. Solange die Details der Rettungsaktion noch unklar sind und nicht sicher ist, ob und in welchem Umfang andere Industrieländer mitziehen, wird der Dollarkurs nach Ansicht der meisten Experten weiter sinken. Sollten sich die Wachstumsaussichten in Amerika eher aufhellen als in Europa, könnte das dem Dollar mittelfristig helfen. "Der Status als Weltleitwährung erodiert durch die jüngsten Ereignisse schneller als bislang", glaubt Hellmeyer von der Bremer Landesbank.

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(SZ vom 23.9.2008/kim/mel)