Von Simone Boehringer

Fast eine Billion für faule Kredite - wer zahlt? Die zehn wichtisten Fragen zum Rettungspaket der USA.

Die amerikanische Regierung will den US-Banken faule Kredite für 700 Milliarden Dollar abkaufen. Woher kommt eigentlich das Geld?

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Die Bush-Regierung hat ein 700 Milliarden schweres Rettungspaket geschnürt. (© Foto: afp)

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Der amerikanische Finanzminister nimmt Schulden auf. Dies geschieht, indem er neue Staatsanleihen herausgibt und diese am Kapitalmarkt verkauft. "Voraussichtlich muss er dafür etwas höhere Zinsen bezahlen als bislang", sagt Holger Schmieding, Volkswirt bei der Bank of America. Derzeit liegt der Kupon für zehnjährige US-Bonds bei vier Prozent, die Rendite ist aufgrund der großen Nachfrage nach sicheren Anlagen und damit einhergehenden Kursgewinnen zuletzt auf 3,80 Prozent gesunken.

Werfen die Amerikaner auch die Notenpresse an, drucken sie also zusätzliches Geld?

Nein, das ist derzeit nicht geplant. Von der Notenpresse im übertragenen Sinne kann man dann sprechen, wenn der Staat seine Anleihen direkt an die Zentralbank Fed gibt und dafür Geld ausbezahlt bekommt. Das wäre wohl nur zu befürchten, wenn sich keine anderen Gläubiger für das Milliardenpaket finden lassen. Die USA gelten aber immer noch als einer der sichersten Schuldner der Welt, Experten rechnen daher nicht mit Absatzschwierigkeiten bei den Anleihen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, was das Rettungspaket für die US-Finanzkrise bedeutet.

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