Reparaturen zuhause Bei Schäden muss der Vermieter ran

Der Vermieter ist dem Gesetz nach sowohl für große als auch kleine Reparaturen im Haus oder in der Wohnung zuständig. Aber es gibt Ausnahmen.

Das Außen-Rollo klemmt, der Wasserhahn tropft unentwegt, oder die Backofentür ist kaputt: Nicht selten streiten sich dann Mieter und Vermieter darüber, wer die Kosten für die Reparatur übernimmt.

Der Vermieter ist dem Gesetz nach sowohl für große als auch kleine Reparaturen im Haus oder in der Wohnung zuständig. Eine Ausnahme gilt, wenn der Mietvertrag festlegt, dass kleinere Reparaturen - von sogenannten Bagatellschäden - vom Mieter getragen werden müssen.

Darüber hinaus gilt: Wer mutwillig oder fahrlässig etwas zerstört, muss es auch bezahlen. "Wenn der Mieter also den mitvermieteten Kühlschrank beschädigt - durch unsachgemäße Handhabung wurde zum Beispiel die Klappe des Eiswürfelfachs abgerissen -, muss der Mieter diesen Schaden ersetzen", sagt Jörn-Peter Jürgens vom Interessenverband Mieterschutz in Hannover.

Höchstbetrag für kleinere Reparaturen

Allerdings muss ganz klar im Mietvertrag stehen, was zur Mietsache gehört. "Soll die Einbauküche mitvermietet werden, muss das im Mietvertrag verankert werden, damit es später nicht zu Auseinandersetzungen kommt", rät der Rechtsanwalt.

Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) ist der Vermieter dazu verpflichtet, für den Erhalt der Mietsache Sorge zu tragen. "Dazu gehören selbstverständlich auch kleinere Reparaturen - selbst an mitvermieteten Gegenständen", sagt Jürgens. Er nennt den Griff des Küchenherds, der dem Vermieter gehört, als Beispiel.

Sollen Mieter für kleinere Schäden zahlen, muss das im Mietvertrag ausdrücklich vereinbart worden sein. "Von Kleinreparaturen spricht man, wenn Bagatellschäden beseitigt werden müssen", erläutert Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund aus Berlin. "Das sind Schäden, deren Reparatur höchstens 75 bis 90 Euro kostet."

Damit diese Klausel im Vertrag auch wirksam ist, müsse der Vermieter aber einen Höchstbetrag für alle kleinen Reparaturen innerhalb eines Jahres nennen - "beispielsweise 200 bis 250 Euro oder sechs bis acht Prozent der Jahresmiete".