Fast jeder weiß, dass er privat vorsorgen muss, um seinen Lebensstandard im Alter zu halten. Doch längst nicht alle tun es. Gerade für Jüngere wird die sogenannte Rentenlücke immer größer. Der Finanztest-Check hilft bei der Vorsorgeplanung.
Im Rentenalter fallen viele Ausgaben weg. Dazu zählen etwa Kredite für Haus oder Wohnung oder Ausgaben für die private Vorsorge. Andere Ausgaben kommen aber hinzu - etwa für ein Hobby, denn dafür ist im Rentenalter mehr Zeit. Unterm Strich gehen die Experten von Finanztest aber davon aus, dass Rentner weniger Geld benötigen als noch im Arbeitsleben. Konkret: Im Alter sollten 80 Prozent des letzten Nettogehalts zur Verfügung stehen. Mit der gesetzlichen Rente allein ist dieser Betrag aber nicht zu erreichen. Es entsteht eine Rentenlücke, also die Differenz zwischen dem Betrag, der im Alter zur Verfügung stehen sollte und der gesetzlichen Nettorente, auf die individuell Anspruch besteht.
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Abhängig von Alter und Familienstand
Wie groß die Rentenlücke ist, hängt vor allem vom Alter und Familienstand ab. Bei Jüngeren Menschen oder Verheirateten ist sie größer als bei Älteren oder Alleinstehenden. Die Verringerung des Rentenniveaus wirkt sich vor allem auf jüngere Menschen aus. Und auch die Rentensteuer trifft diese Gruppe besonders. Wer ab 1960 geboren wurde, muss für einen Teil seiner gesetzlichen Rente doppelt Steuern zahlen. Einmal bei der Einzahlung der Beiträge und einmal bei der Rentenauszahlung. Beispiel: Alle ab 1973 Geborenen müssen ihre Rente ab 2040 zu 100 Prozent versteuern. Die eingezahlten Beiträge sind aber erst ab 2025 steuerfrei.
Riestern ist optimal
Um die Rentenlücke zu verringern muss jeder privat vorsorgen. Fast schon ein Muss für alle, die sie bekommen: die Riester-Rente. Durch die staatliche Förderung kommen Vorsorgesparer auf ansehnliche Renditen. Doch allein mit einem Riester-Vetrag lässt sich die Rentenlücke nicht schließen, sondern nur verkleinern. Das gilt selbst dann, wenn jemand den Höchstbetrag (2007: 3 Prozent des Bruttolohns, maximal 1 575 Euro im Jahr; ab 2008: 4 Prozent des Bruttolohns, maximal 2 100 Euro im Jahr) auf sein Riester-Konto einzahlt und so die maximale staatliche Förderung erhält.
Ergänzende Möglichkeiten
Mit einer betrieblichen Altersvorsorge können Vorsorgesparer die Lücke weiter reduzieren. Seit 2002 hat jeder Arbeitnehmer das Recht auf Umwandlung von steuer- und sozialabgabefreien Gehaltsteilen in eine betriebliche Altersvorsorge. Dafür können sie bis zu 2520 Euro jährlich verwenden. Doch selbst mit Riester-Rente und betrieblicher Altersvorsorge lässt sich die Rentenlücke nicht vollständig schließen. Daher gilt: Wer mag, kann zusätzlich noch Geld in eine private Rentenversicherung investieren.
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(Finanztest/bpr)
Debatte über Urheberrecht
Als Vorsorge wäre eine Riester-Rente doch geeignet. Ich habe vor kurzer Zeit einen Podcast auf der Seite www.riestermeister.de entdeckt. Da kann man sich super zu dem Thema informieren. In Zukunft soll dort eine Art digitales Nachschlagewert entstehen!
Gerade, wenn man erst anfängt sich mit der Materie auseinander zu setzen, gibt es dort die ersten Infos als leichte Kost!
Schöne Grüße!
Das mit dem Vorsorgen haben die meisten begriffen, aber nicht jeder kann es weil er zuwenig verdient! Da hilft auch die Erkenntnis nix. Egal wie rechtzeitig.
Immer mehr Arbeitnehmer begreifen, das sie selber etwas vorsorgen müssen. Zum Glück setzt sich diese Erkenntnis durch. Wobei eine gute betriebliche Altersvorsorge besser ist als die Risterrente. Wobei ich der letzten Aussage des Textes nicht zustimmen kann. Bei mir reicht die betriebliche Altersvorsorge und die Risterrente mehr als genug um meine Rentenlücke schließen zu können. (Wenn man rechtzeitig damit anfängt.) Eine zusätzliche Lücke gibt es nur bei sehr gut verdienenden. Aber die sollten klug genug sein um diese Lücke zu schließen.
Die Tabelle zeigt schön, was man hierzulande unter Generationengerechtigkeit versteht: Umso jünger umso blöder dran....
Schließe mich den Vorkommentatoren an. Immer mehr Menschen haben immer weniger, um überhaupt an Vorsorge denken zu können. Und "die", also das noch abhängig beschäftigte Drittel wird damit leben müssen, daß ihnen die vermeintliche Vorsorge dann mit kreativen "Reformen" plötzlich doch ganz klein gemacht wird. H4 nach 12, 18 oder 24 Monaten sorgt schon mal dafür, daß Vorsorgeträume zügig zerbröseln und das Ersparte dann ganz schnell nach oben umverteilt wird. Aktuelle Regelungen sind nicht gottgegeben sondern werden von den, mit steigenden Diäten wohl versorgten "Volksvertretern" entsprechend neu definiert.
Verweigern ist hier (leider) die einzig richtige Alternative.
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