Hehre Pläne: Die Regierung arbeitet an einem Gesetz, wonach die Renten nie mehr sinken sollen. Finanzieren sollen das aber bitteschön die Beitragszahler.
Gut gemeint, aber wer bezahlt es? Die geplante Rentengarantie, nach der sich die Altersbezüge künftig auch dann nicht vermindern, wenn die Löhne sinken, könnte zu einer einseitigen Belastung der Beitragszahler führen.
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Rentner bei einer Kundgebung der SPD: Die Regierung will den Ruheständlern die Angst vor sinkenden Altersbezügen nehmen. (© Foto: AP)
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Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) zitierte aus einem Gesetzentwurf des Arbeits- und Sozialministers Olaf Scholz (SPD), nach dem der Bund auch künftig im Fall einer negativen Lohnentwicklung seine Zuwendungen an die Rentenkassen kürzen darf.
In einem solchen Fall müssten die Beitragszahler alleine für stabile Rentenzahlungen aufkommen.
Die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA) nannte eine solche Regelung nach Angaben der FAZ "nicht vertretbar". "Wenn der Gesetzgeber Handlungsbedarf sieht, muss er die mit der Rentengarantie verbundenen Kosten tragen und darf sie nicht einseitig den Beitragszahlern zuschieben", zitiert die Zeitung aus einem Positionspapier des BDA.
Forscher erwarten Lohnrückgang
Die Arbeitgeber befürchteten, so die FAZ weiter, dass sowohl der lohnbezogene Teil des Bundeszuschusses in Höhe von derzeit etwa 47 Milliarden Euro (2008) als auch die Beiträge des Bundes für Kindererziehungszeiten von knapp zwölf Milliarden Euro (2008) bei negativer Lohnentwicklung sinken könnten.
Durch die Rentengarantie will die Bundesregierung den etwa 20 Millionen Rentnern die Angst nehmen, im Jahr 2010 möglicherweise Rentenkürzungen hinnehmen zu müssen. Nach der derzeit geltenden Rentenformel ist es möglich, dass in einem Jahr die Renten sogar nominal sinken.
Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten für 2009 einen Lohnrückgang von 2,3 Prozent; die Bundesregierung rechnet allerdings mit einem leichten Plus von einem Prozent.
Die Koalititon will das Gesetz für die Rentengarantie vor der Sommerpause und der Bundestagswahl im Herbst endgültig verabschieden.
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(sueddeutsche.de/pak/tob)
Venizelos kritisiert IWF-Chefin
"Die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA) nannte eine solche Regelung nach Angaben der FAZ "nicht vertretbar""
alleine hieraus kann man die Richtigkeit der Massnahme ersehen.
Wieder einmal ein Griff in der Kasse der nächsten Generationen aus wahlkampftaktischen Gründen.Früher oder später wird es für die Beitragszahler nur noch eine Art Grundrente geben, da viel mehr nicht mehr finanzierbar ist.
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Es soll mal wieder ein Keil zwischen jung und alt getrieben werden, damit keiner auf die Idee kommt, dass die Finanzelite schuld ist, dass die Löhne sinken und die Politik ihnen nach Kräften beim Lohndumping hilft.
Aber auf die Rentner sollen die Arbeitnehmer eindreschen, während sich die Kapitalrenditeempfänger und Versicherungen die Taschen mit Geld fluten, so hätte die Elite das gerne.
ist die Chefin- die sollte doch einen Grundkurs in Mathe gehabt haben?
"Die Regierung arbeitet an einem Gesetz, wonach die Renten nie mehr sinken sollen. Finanzieren sollen das aber bitteschön die Beitragszahler."
Real oder nominell?
Oder geht es nur um Festschreibung der künftigen Inflation - Simbabwe ist das Beispiel!
Es ist schlicht grauenhaft-wenn die Meldung denn stimmt!
Paging