In Europa hält den Rekord die Schweiz mit 8,4 Prozent. Insgesamt gab es auf der Welt 11,2 Millionen Millionärshaushalte, die meisten unter ihnen, 4,7 Millionen, hatten in den Vereinigten Staaten ihren Wohnsitz. In Deutschland verfügen 430.000 Haushalte über ein Vermögen von mehr als einer Million Dollar. Weil die amerikanische Währung im vergangenen Jahr sehr schwach war, dürften die Zahlen allerdings für alle Länder außerhalb des Dollarraumes etwas überzeichnet sein.

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Wo es die meisten Millionäre gibt. Zum Vergrößern auf das Bild klicken. SZ-Graphik (© online.sdewirtschaft)

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Die BCG-Studie gibt zwar keinen direkten Aufschluss über das Verhältnis von Arm und Reich, sie liefert aber Hinweise darauf, dass sich innerhalb der Gruppe jener, die überhaupt Vermögen bilden konnten, die Gewichte zugunsten der sehr Reichen verschoben haben. So gehören weltweit 83 Prozent aller Haushalte in die Kategorie der "Nicht-Reichen", die weniger als 100.000 Dollar zur Verfügung haben. Ihr Anteil am Gesamtvermögen der Welt sank von 14 auf 13 Prozent.

Dagegen konnte die Gruppe der "Etablierten Reichen" mit einem Vermögen von mehr als fünf Millionen Dollar (weltweit 0,1 Prozent der Haushalte) ihren Anteil am Gesamtvermögen von 19 auf 21 Prozent erhöhen. Insgesamt ist der Anteil der "Etablierten Reichen" an den Gesamtvermögen im Nahen Osten am höchsten (33 Prozent) und in Japan am niedrigsten (acht Prozent). In den USA liegt er bei 29 Prozent, in Europa bei 14 Prozent, was für eine etwas gleichmäßigere Vermögensverteilung spricht. Für Deutschland weist die Studie keine gesonderten Zahlen aus.

Viele Reiche legen ihr Geld weiter in Ländern an, in denen sie sich vor den Behörden ihrer Heimatstaaten geschützt glauben: Insgesamt rechnet die BCG-Studie 7,4 Billionen Dollar in die Kategorie der "Offshore-Vermögen", die dort geparkt werden, wo der Eigentümer keinen gesetzlichen oder steuerlichen Wohnsitz hat. Über ein Viertel dieser Vermögen liegt in der Schweiz. Dies soll sich aber ändern. Wegen des politischen Drucks aus den USA und Europa würden zunehmend Anleger ihr Geld aus Offshore-Zentren abziehen, sagt die Studie voraus.

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  1. Was kostet die Welt?
  2. Sie lesen jetzt Gewichte haben sich zugunsten der sehr Reichen verschoben
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(SZ vom 11.06.2010/mel)