Seltener Appell: 23 Vermögende appellieren an ihresgleichen, in der Krise eine Vermögensabgabe zu leisten. Milliarden ließen sich so zusammentragen.
Dieter Lehmkuhl hat die Sache mit seinem Vermögen mal grob überschlagen. In den Jahren 2000 bis 2007 ging sein Arbeitseinkommen leicht zurück. Die Erträge seines Erbes aber wuchsen und wuchsen, sie verdoppelten sich im gleichen Zeitraum.
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Wer viel hat, soll davon etwas abgeben. Vermögende haben eine entsprechende Initiative gestartet. (© Foto: AP)
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"Vermögen hat die wundersame Eigenschaft, sich selbst zu vermehren", hat Lehmkuhl gelernt. Und die Steuerlast? Die ging im gleichen Zeitraum um ein Drittel zurück, was allerdings auch mit Lehmkuhls Spendentätigkeit zusammenhängt.
Was andere freuen würde, bedrückt den Psychiater Lehmkuhl. Schließlich stehe dahinter eine ungleiche Vermögensverteilung. "Als Mensch und Staatsbürger kann mir das nicht egal sein", sagt er.
Saubere Energien, bessere Häuser
Weshalb Lehmkuhl, 66, nun zu 23 Unterzeichnern eines Appells der Vermögenden gehört. "Wir, die wir durch Erbschaft, Arbeit, erfolgreiches Unternehmertum oder Kapitalanlage zu einem Vermögen gekommen sind, fordern, dass alle Wohlhabenden an den Kosten zur Abfederung der Krise und für ein Zukunfts-Investitionsprogramm beteiligt werden", heißt es in dem Appell, der an diesem Mittwoch veröffentlicht werden soll.
Wer mehr als 500.000 Euro Vermögen hat, egal ob in Geld, Aktien oder Immobilien, soll deshalb fünf Prozent davon abgeben. Zweimal, in diesem und im nächsten Jahr, sollen die Reichen die "Vermögensabgabe" leisten, mithin mindestens 25.000 Euro jeweils. Freibeträge sollen sicherstellen, dass es nur die Superreichen trifft. Mindestens 50 Milliarden Euro ließen sich so zusammenbringen, erwarten die Initiatoren.
Und die sollen dann nicht irgendwohin fließen, sondern in die Zukunft: in saubere Energien, bessere Häuser, in Bildung und höhere Sozialtransfers. Ist die Abgabe zweimal eingezogen, soll sie durch eine Vermögensteuer ersetzt werden. Die soll dann die bislang ungleiche Besteuerung von Arbeits- und Kapitalvermögen ausgleichen. "Wir haben mehr, als wir brauchen", sagt der Koordinator der Aktion, der Philosoph Bruno Haas. "Und wir finden, es ist Zeit, dass sich die Betroffenen mal zu Wort melden."
Wie sie das Ziel politisch erreichen will, ist der Vermögenden-Gruppe noch nicht ganz klar. Erst einmal sollen jetzt möglichst viele den Appell unterschreiben. "Wir denken, das wird dann ein Stück weit ein Selbstgänger", sagt Lehmkuhl. Einstweilen spendet er.
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- Koalitionäre Reibereien CSU geißelt SPD-Pläne für Reichensteuer 11.04.2009
(SZ vom 20.05.2009/pak)
Christopher Lee zum 90.
Zitat: "An Ihrer Stelle hielte ich auswandern für die beste Lösung. Dort können Sie dann Almosen nach gut Dünken verteilen."
Die Idee ist gut. Vielleicht finden Sie ein paar Dumme als Ersatz, die hier weiter fleissig Abgaben zahlen und sich von Linksideologen wie Ihnen gerne belehren lassen, dass 50%++ Abgabenquote für Otto Normal zu wenig ist.
Wenn ich das richtig verstanden habe , dann haben vielleicht Hunderttausende am Aufblasen der Schulden- und Kreditverbriefungsblase mitgewirkt , die auch notwendig einmal platzen mußte . Und auch die "Global Player" der sogenannten Realwirtschaft haben an dem Rad fleißig mitgedreht (lästerlicher Spruch : "Siemens ist eine Investmentbank mit angeschlossener Elektroabteilung ") . Und letztere haben das "kapitalistisch" zwingend getan : hohe Finanzrücklagen bei fehlenden lukrativen Möglichkeiten der Investition in neue Produktionsanlagen (Unterauslastung vorhandener Kapazitäten ...) .
Wo wollen Sie hier die "Schuld" von irgendwelchen Akteuren suchen , DigiFan ....?
Ein ähnliches Schreiben wurde schon in Form eines offenen Briefes als Anzeige in der FAZ von einer Gruppe um den Hammburger Reeder Peter Krämer am 15.11.2005 veröffentlicht. Er war an Frau Merkel und Herr Müntefering gerichtet und zählte klare Fakten auf.
Reaktion = 0
siehe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kr%C3%A4mer
Ja, ich denke auch der "Staat" könnte mal eine Imagekampagne fahren, um seine säumigen und knickerigen Steuerzahler ins rechte Licht zu rücken. Da gäbe es der Möglichkeiten viele.
Ich bin ohnehin der Meinung, dass man da aus dem Untergang der DDR lernen sollte. Die waren bei ihren Feiern auch so schrecklich einfallslos. Auf gut deutsch, Orden sind nicht das richtige Mittel, aber so 2 Stunden live in die TV Kammeras winken, oder ein "Deutschland sucht den Supersteuerzahler" moderiert von Köhler, das könnte eine Menge für die Freude am Zahlen tun... Mit netten Einspielern von Kindern und Tieren.. (zieht immer)
... theoretischen Ansätzen (... was tun wir hier anderes ?) sollten wir doch nüchtern und sauber "rechnen" . Die Gerechtigkeits- und Ethik-Sülzerei von Gutmenschen aller Art ist jedenfalls m e i n Ding nicht .
Und Sache ist : niemand kann uns bisher erzählen , welche Produktion welchen bisher noch unbekannten Produktes sowohl hohen Kapitaleinsatz als auch hohen Einsatz von Arbeitskraft erfordern würde , den erfolgreichen Absatz am Markt mal unterstellt . Abstrakt : die Schere zwischen sich verringernder Gesamtkaufkraft (Automatisierung , Arbeitslosigkeit) und hohem Kapitalstock bei schon vorhandenen "Überkapazitäten" ist nicht mehr zu schließen .
Falls das so ist , würden auch 100 von Reichen gespendete Milliarden nur eine vorübergehende Erleichterung der Staatsfinanzen bedeuten ...
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