SZ: Zu DDR-Zeiten, vermuten wir mal, waren die Erfolgsgagen für den Amateur Maske noch steuerfrei. Was gab es denn für den Olympiasieg 1988?
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Maske: Ich glaube, es waren 25.000 Ostmark und ein paar Forumschecks. Mit denen ließ sich in den Intershop-Läden einkaufen gehen.
SZ: Was haben Sie mit dem Westgeld gekauft?
Maske: Zum Beispiel einen kleinen Farbfernseher und ein Doppel-Kassettendeck. Beide Geräte funktionieren noch heute. Ich kann das nicht wegschmeißen, wegen der Erinnerungen.
SZ: Welche?
Maske: Spätestens wer als DDR-Bürger draußen im Westen war, hat erfahren, wie wichtig es ist, Westgeld in der Tasche zu haben. Und wenn es nur dafür reichte, ein Bier zu bezahlen.
SZ: Rührt daher Ihr Geiz, der Ihnen heute nachgesagt wird?
Maske: Es gibt den einen oder anderen, der mich als geizig bezeichnet. Dem gingen wahrscheinlich Meinungsverschiedenheiten zwischen ihm und mir über erbrachte Leistungen voraus. Da kann ich sehr konsequent sein.
SZ: Großzügig haben Sie sich bei Ihrer Stiftung "A place for kids" gezeigt. Warum engagieren Sie sich hier?
Maske: Für mich waren Fürsorge und Aufmerksamkeit normal - im Elternhaus und beim Sport. Davon will ich sozial benachteiligten jungen Menschen etwas zurückgeben und dafür setze ich meinen Namen ein. Das Geld fließt vor allem in mehrere Freizeitprojekte für Kinder und Jugendliche.
SZ: Jetzt spielen Sie auch noch in dem Film über Max Schmeling das deutsche Boxidol. Haben Sie keine Angst, dafür verspottet zu werden?
Maske: Überhaupt nicht. Ich glaube, es gibt keinen professionellen Schauspieler, der sich in diese Rolle so hineinfühlen kann wie ich. Mein Wunsch ist, dass Max mit dem Film zufrieden wäre, wenn er ihn noch sehen könnte. Ich glaube, er würde es sein.
SZ: Warum wollten Sie in einer Szene des Films nicht "Heil Hitler" sagen?
Maske: Der wirkliche Schauspieler muss Dinge tun, die er normalerweise nie tun würde. Ich bin aber kein Schauspieler und gehöre zu einer Generation, denen bestimmte Worte nicht leichtfallen.
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(SZ vom 27.08.2010/bbr/hgn)
Eurovision Song Contest
Liebe user,
darf ich Sie darauf hinweisen, dass "Reden wir über Geld" eine fortlaufende Serie im Ressort "Geld" ist. Hier werden nicht nur Personen aus der Wirtschaft befragt, sondern auch eben auch Menschen wie Henry Maske oder Bushido.
Werfen Sie doch einfach mal einen Blick auf die gesamte Serie: http://www.sueddeutsche.de/thema/Reden_wir_%C3%BCber_Geld
Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Moderator
Wenn "Lieschen Müller" (Maske) über das Leben - sein "ICH" plaudert, dann ist geistiger Ausguss garantiert.
Sorry, Herr Maske, Haltung fehlte Ihnen schon immer.
Ihre Erfolge wurden nicht nur mit "ich glaube es waren 25.000 Ostmark und ein paar Forumschecks" entlohnt, sondern mit einer Sonderbehandlung vom und mit dem Besten (des DDR-möglichen): Auto, Wohnung, Genex-Konto, Urlaubsreisen ...
Nicht zu vergessen: Ihre Sorglosigkeit (soziale Stellung, sichere Zukunft, bestmögliche Ausbildung) und Ihre bevorzugte Stellung im Armeesportfördersystem.
Herr Maske, Sie waren, wie Hans-Georg Aschenbach, der Liebling des Chefs der NVA-Sportvereinigung.
Hans-Georg Aschenbach über seine DDR-Sportzeit: "Wir waren alle Nutznießer dieses Systems. Wir hatten eine gute Ausbildung, hatten Sportklamotten; ich zum Beispiel bekam meine Skier von der Sportschule, das war enorm wichtig, denn meine Eltern hatten nur wenig Geld. Jedes Kind hatte in der DDR die Chance, im Sport nach oben zu kommen."
Maske,in der DDR angepasst!In der BRD angepasst! Wer intersessiert was dieser BOxer durch die Schläge erzählt?!!
..... jemand verraten, was diesen ehemaligen Boxer und aktuell mittelmäßigen Bulettenbrater als Interviewpartner der SZ qualifiziert??
Als gäbe es keine anderen - freilich viel wichtigeren - Themen im Sport oder in der "Wirtschaft".... Dabei sollte doch langsam das Sommerloch der Journaille längst rum sein...
Auf einen solchen Sommerloch-Füller kann man gut und gerne verzichten, sorry.
Paging