US-Farmer hatten über die Verunreinigung ihrer Felder mit gentechnisch verändertem Reis von Bayer CropScience geklagt. Nun entschädigt das Unternehmen die Bauern.
Nach einem jahrelangen Rechtsstreit um gentechnisch veränderten Reis hat die Agrarsparte des Chemie- und Pharmakonzerns Bayer mit US-Landwirten eine außergerichtliche Einigung erzielt und sich zur Zahlung von bis zu 750 Millionen Dollar (517 Millionen Euro) bereit erklärt.
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An dem Vergleichsprogramm könnten alle US-Landwirte teilnehmen, die im Zeitraum von 2006 bis 2010 Langkornreis angebaut hätten, teilte Bayer am Samstag mit.
Im August 2006 waren Spuren der Gen-Reissorte Liberty Link, die nicht für den menschlichen Verzehr zugelassen war, in Reislieferungen aus den USA entdeckt worden. Der gegen Pflanzenschutzmittel widerstandsfähige Reis wurde von der US-Firma Aventis Cropscience hergestellt, die später von Bayer übernommen wurde.
Nach Angaben des Anwaltbüros Wolf Haldenstein Adler Freeman & Herz, eine der die Kläger vertretenden Kanzleien, hat Bayer CropScience den US-Reisbauern durch die Verseuchung der Reis-Ernten "finanziell geschadet" und den Exportmarkt für US-Reis gefährdet.
Bayer erklärte am Samstag, die Firma sei der Überzeugung, im Umgang mit seinem gentechnisch veränderten Reis "verantwortlich gehandelt zu haben". Eine Beilegung des Rechtsstreits liege aber im Geschäftsinteresse des Unternehmens.
(AFP/beu)
Deutsche Goldreserven
Auf der Erde hungern über eine Milliarde Menschen. Gleichzeitig leiden ebenso viele Menschen auf der Welt an krank machender Fettleibigkeit. Die Erntemengen waren noch nie so hoch wie heute, 2008 wurden 2,3 Milliarden Tonnen Getreide weltweit geerntet. Doch nur 47% dieser Ernte dienten der menschlichen Ernährung. Der Rest war Tierfutter, Sprit, industrieller Rohstoff, Abfall.
Gentechnik geht an den Bedürfnissen der Entwicklungsländer vorbei. Die zentralen Probleme sind, neben natürlichen Gegebenheiten, die zutiefst ungerechten Bedingungen des Weltmarktes, Verschuldung durch den Kauf von Agrochemikalien, die wiederum zu Gesundheits- und Bodenschäden führen, oder die ungerechte Landverteilung. Durch Gentechnik-Monokulturen werden jedoch die politischen Probleme ebenso verschärft wie die wirtschaftlichen (Verschuldung) und ökologischen Schäden (Pestizide). Die Probleme, für die die Gentechnik Lösungen anbietet (Schädlinge, Pflanzenkrankheiten), sind in den armen Ländern wenig relevant.
da bin ich ja gespannt ob wir demnächst auch etwas über vergleichszahlungen der firma monsanto höhren, die mit ihren genprodukten die bauern der dritten welt in den abgrund stürzen. genmais und gensoja von monsanto verseucht auf monopolistische weise einen großteil indiens und afrika und auch bei uns in europa treiben sie ihre wirtschaftskriminalität, z.b. in rumänien.
ich fürchte nur die armen bauern in der welt haben nicht amerikanische anwaltskanzleien zur durchsetzung ihrer interessen auf ihrer seite.