Derartige Kursausschläge hatte es schon lange nicht mehr gegeben: Die Griechenland-Krise ließ den Dow Jones heftig abstürzen. Der US-Leitindex verlor zwischenzeitlich mehr als neun Prozent.
Panikverkäufe haben am Donnerstag die New Yorker Börse einbrechen lassen. Nach extrem heftigen Verlusten erholten sich die Notierungen in der letzten Handelsstunde wieder etwas. Zwischenzeitilich verlor der Dow Jones Index etwas mehr als neun Prozent. Zu Börsenschluss lag der US-Leitindex mit 3,22 Prozent im Minus und notierte 10.508, 61 Punkten.
Die Krise in Griechenland hat vorübergehend Panik an der Wall Street ausgelöst. (© Foto: dpa)
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Derartige Kursausschläge hatte es seit der Finanzkrise vom Herbst 2008 und Frühjahr 2009 nicht mehr gegeben. Neben Aktien stießen Anleger auch Anleihen ab und flüchteten in als sicher geltende Anlagen wie US-Staatsanleihen. Auch Euro-Investments wurden aufgelöst. Die EU-Gemeinschaftswährung verlor etwa zwei Prozent und notierte auf dem niedrigsten Stand seit März 2009.
Die Panik kam für die meisten Händler vollkommen überraschend. Als beunruhigend werteten sie vor allem die Tatsache, dass Stressindikatoren wie der Libor-Zins, zu dem sich Banken gegenseitig kurzfristig Geld leihen, in die Höhe schnellte. Händler erinnerte das an die schlimmsten Zeiten der amerikanischen Bankenkrise, die durch die Pleite der Investmentbank Lehman Brothers ausgelöst wurde. Von der darauf folgenden Rezession erholt sich die Weltwirtschaft erst allmählich. Händlern zufolge hatte das Durchbrechen technischer Kursbarrieren zu Verkäufen von computerisierten Handelssystemen geführt, die von Großbanken und Hedgefonds eingesetzt werden. Dies löste dann eine zweite Verkaufswelle aus. Der Dow Jones verlor innerhalb einer halben Stunde 800 Punkte. Als die Anleger feststellten, dass der Ausschlag übertrieben war, kletterte der Index binnen 15 Minuten um 600 Punkte und glich so zumindest Teile der Verluste wieder aus.
Die Märkte sind enorm nervös, schon zu Wochenbeginn hatten sie Verluste verbucht. Sorgen um die Finanzprobleme Griechenlands lassen die Investoren nicht los, genau wie die Furcht davor, dass andere südeuropäische Nationen wie Portugal und Spanien ebenfalls in Zahlungsschwierigkeiten geraten könnten. Dies würde sich auch auf die USA auswirken: "Der Markt erkennt, dass Griechenland in den nächsten paar Jahren eine Depression durchmachen wird", sagte Analyst Peter Boockvar von Miller Tabak. "Europa ist ein wichtiger Handelspartner von uns, und das bedroht die gesamte globale Wachstumsstory."
In den vergangenen Monaten hatten die Aktienmärkte sich in ungeahnter Geschwindigkeit von der Finanzkrise erholt. Dieser Trend ist nun gebrochen. Dabei gab es am Donnerstag ermutigende Nachrichten. Das griechische Parlament stimmte trotz anhaltender Proteste einem radikalen Sparpaket zu und Spanien hatte keine Mühe, Investoren für eine neue Anleihe zu finden. Die europäischen Aktienmärkte hatten mit nur moderaten Verlusten geschlossen.
So verbuchte der deutsche Leitindex Dax ein Minus von nur 0,84 Prozent. Marktteilnehmer zeigten sich enttäuscht darüber, dass die Europäische Zentralbank am Donnerstag keine drastischen Maßnahmen zur Krisenbekämpfung verkündet hatte. Einige Händler hatten auf eine Zinssenkung spekuliert, andere hatten erwartet, dass die EZB Staatsanleihen auf dem Kapitalmarkt kaufen würde, um die Schuldennationen Südeuropas zu entlasten. Gegen diesen Schritt, zu dem sich die amerikanische Notenbank Fed auf dem Höhepunkt der Finanzkrise entschieden hatte, gibt es jedoch enorme Vorbehalte in Deutschland.
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(SZ vom 7.5.2010/dmo)
Moderne Verwaltung
Das Parasitengesindel installiert bereits ultraschnelle Rechner, die das Handeln und das Drehen der Positionierung im Femto- Sekundenbereich ermöglichen.
Im Vergleich zu den dabei erzielten Erträgen (dieser Begriff sollte eigentlich ehrbaren Kaufleuten vorbehalten sein), wirken die Korruptionszahlungen an die europäischen Kabinetts- und Parlamentsmitglieder nahezu lächerlich.
Wir müssen uns nur möglichst schnell entscheiden, wen wir zuerst tilgen; die Flöhe, oder die, die sie uns in den Pelz gesetzt haben.
Howdie (Die plebiszitäre Demokratie lebt; nur der Souverän wurde ersetzt)
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"An der New Yorker Börse hatten nach dem Kurssturz Gerüchte die Runde gemacht, dass ein Händler der Citigroup versehentlich 16 Milliarden Aktien des Konsumgüterkonzerns Procter & Gamble verkaufte anstatt 16 Millionen Aktien und so den zwischenzeitlichen Kurssturz auslöste.
Dies scheint jedoch nicht der Fall zu sein. Die US-Terminbörse CME teilte am Donnerstagabend mit, dass die Handlungsaktivitäten der Citigroup im Lichte der ungewöhnlichen Kursschwankungen nicht als "irregulär oder ungewöhnlich" zu bewerten seien. Auch ein Sprecher des Unternehmens sagte, dass es keine Hinweise auf eine Verwicklung der Citigroup in eine "fehlerhafte Transaktion" gebe.
Ein Sprecher der New Yorker Börse schloss auch einen Computerfehler als Grund für den Vorfall aus. Es habe weder eine Panne noch technische Probleme gegeben, sagte er. "
Diese Erklärung scheint inzwischen wieder vom Tisch zu sein.
Ich saß gestern vor CNBC als der irre Spuk plötzlich losging. Innerhalb von Minuten waren 1.000 Punkte weg. Gottseidank ging das so rasend schnell, dass man gar nicht reagieren und damit einen Riesenfehler machen konnte.
wer die Heisenbergsche Unschärfenrelation in sein Bewusstsein ruft und sich anschaut, mit welcher Fehlerintoleranz und mit welchen Plausibilitätsprüfungsdefiziten die gesamte Softwaretechnologie heute in den ultra-hightech Systemen herum handtiert, der wird sich vorstellen können, mit welchen Lawinenschädenkosten wir noch konfrontiert werden.
Man sollte doch heute wirklich die Frage grundsätzlich stellen, ob Börsen heute noch zeitgemäss sind, oder ob man sie nicht einfach abschaffen sollte. Im alten Israel, war der Tempel die Schatzkammer, heute hat Israel ein modernes System. Früher hatte in Europa der Landesherr das Münzrecht heute ist es die EZB. Im 20.Jahrhundert haben die Börsen zur wirtschaftlichen Entwicklung beigetrage, aber eigentlich mehr Katastrophen verursacht. Neue Wege braucht die Welt und kein Dummmanager mehr. Innovation ist hier gefordert!!
Und nebenbei darf man sich fragen, ob unsere Demokratie am Hindukusch bedroht ist oder in Frankfurt, London und der Wallstreet. Vielleicht wäre es besser dorthin Soldaten und Leo´s zu schicken.
Paging