Bei Wendlingen könnte dann jene Schnellbahntrasse erreicht werden, die irgendwann unter der Schwäbischen Alb hindurch nach Ulm geführt werden soll. Finanzieren will man das Großprojekt zum Teil mit den Gewinnen, die man sich von der Bebauung des derzeitigen Bahnhofsgeländes erhofft.
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Vom Stuttgarter Bahnhofsgebäude, diesem kubisch eindrucksvollen Monument der frühen Moderne - Paul Bonatz hat es zwischen 1914 und 1927 errichtet -, würden beim Umbau nur der Turm, die Fassade zur Stadt und die dann ganz sinnlos in der Höhe schwebende zentrale Halle übrigbleiben. Der haushoch-mächtige Sockel des alten Gleisbetts mit den monumentalen Stützmauern zum Schlossgarten hin würde restlos beseitigt werden. Dagegen haben engagierte Bürger und Denkmalschützer immer schon protestiert.
Nun hat der Internationale Rat für Denkmalpflege, der die Unesco berät und im Fall Dresden/Waldschlösschenbrücke rigoros die Aberkennung des Welterbetitels gefordert hat, den Stuttgarter Bahnhof für die Welterbeliste vorgeschlagen, um das Bauwerk, das im entsprechenden Empfehlungsschreiben zu den vier wichtigsten Bahnhofsgebäuden Europas gezählt wird, vor den Umplanungen zu schützen. Dass ausgerechnet die bauhungrigen Stuttgarter Politiker sich plötzlich auf die Seite ihres Bahnhofs schlagen, ist aber äußerst unwahrscheinlich.
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(SZ vom 26. 11. 2009 /als)
Verkehrssünderdatei in Flensburg
die undemokratische Alternative.
Bitte kein Welterbe draus machen - sonst machen sich Leute wichtig (und dabei auch wohlhabend), die gute "Beziehungen" zur Unesco haben. Da sind viele Planungs- und Gutachteraufträge zu haben, man kriegt Schmiergelder von Architekten, deren Entwürfe sonst vom Unesco Gutachter abgelehnt werden.
Mit der Unesco hört das (deutsche) Recht auf - es wird Zeit, daß das Unesco Weltkulturerbe aufhört.
Bahnhof gut erkennen.
Mir persönlich gefällt der Stuttgarter Bahnhof nicht, hat was typisch wilhelminisches, wenig elegant und ziemlich klobig. Zugig ist er obendrein. Aber klar das ist Ansichtssache.
ja, aber... nach einem verlorenen wetlkrieg (und ber bauwut der sparkassen u.a. in den besten innenstadtlagen mit häßlichen zweckbauten) ist in den großen städten aus unserer vergangenheit nicht mehr so arg viel über, und diese kümmerlichen reste, die zum teil eh schon rekonstruktionen sind, gilt es zu erhalten. auch wenn es 'nur' 19. jahrhundert ist.
Der Stuttgarter Bahnhof ist von Außen ein wunderschönes Gebäude und die Stuttgarter wollen das entkernen.
Hier in München ist das Hauptgebäude so dermaßen häßlich, dass dringend was neues und repräsentativeres her müßte. Bei uns passiert nix.
Vielleicht sollten die Münchner den Stuttgarter ihren Hauptbahnhof abkaufen, hier wiedererrichten lassen und dann Weltkulturerbe erklären ;)
Ihr Artikel anläßlich der Anregung, den Stuttgarter Hauptbahnhof zum Weltkulturerbe erklären zu lassen - und auch der Artikel zuvor - befleißigt sich leider einer gewissen feuilletonistischen Oberflächlichkeit, welchen allen Tommys der Welt ebenfalls Anlaß gibt, oberflächliche Bemerkungen abzugeben. Nicht alles, was neu gebaut wird, ist modern, d.h. hinsichtlicher zeitgemäßer Ansprüche funktionsfähig.
Einmal mehr wird in ihrem Artikel zudem der vollkommen falsche Eindruck erweckt, die Gegner von S21 wollten keine Neubaustrecke.
Vollkommen unterbleiben die Hinweise auf die ungeklärte Finanzierung - auch der Bundesrechnungshof hat weit höhere Kosten (über 5 Milliarden) berechnet als die Initiatoren, die, noch bevor der erste Spatenstich getan ist, den über die 3.1 Milliarden Grundkosten hinausgehenden Reservefonds von 1,5 Milliarden bereits aufgebraucht haben.
Noch immer sind die Probleme, welche sich beim Bau der kilometerlangen Tunnelstrecken tatsächlich stellen werden, und welche Kosten sie verursachen werden, unbekannt, obwohl bereits an allen Ecken und Enden ein ungeheurer Kostendruck herrscht und gespart werden muß, auch an Sicherheit.
Vollkommen unterbleiben die Hinweise darauf, daß die Baukosten für S21, welche zudem auf jeden Fall eine Verschlechterung des Nahverkehrs mitbringen - der Zentrale Omnibusbahnhof muß zudem in einen Vorort Stuttgarts verlegt werden - wichtigeren Projekten wie z.B. der Rheintalstrecke, das Geld entziehen, zudem die Stuttgarter Schulen in einem katastrophal maroden Zustand verbleiben.
Sie sollten sich ein Beispiel an den Stuttgarter Zeitungen nehmen, welche jetzt auch davon abgehen, den Widerstand gegen Stuttgart 21 nur "Senioren" und Leuten, welche ihre "gutbürgerliche Ruhe nicht durch Lastwagen beeinträchtigt" sehen wollen, zuzuschieben. Es empfiehlt sich zudem ein Blick in die New York Times. in welcher S21 als "Bürokratenprojekt" kritisiert wird.
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