Zusammen, was bisher getrennt war: Das neue Altervorsorge-Produkt von Swiss Life verbindet Fonds und Versicherung.
Wer fürs Alter vorsorgen will, dem bieten sich zwei große Optionen: Entweder man entscheidet sich für Versicherungsprodukte mit hoher Sicherheit bei relativ niedriger und weiter sinkender Rendite.
Wer mehr als 5000 Euro anzulegen hat und sich für das Produkt entscheidet, kauft dafür einen Korb von Publikumsfonds der Fondsgesellschaft DWS (© Foto: ddp)
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Oder man wählt ein Fondsprodukt, das höhere Renditen verspricht, aber - das zeigt die Finanzkrise - deutlich höhere Risiken birgt. Beide Optionen hat die Swiss Life nun mit dem neuen Vorsorgeprodukt "Exclusive Invest DWS" zu einem Paket verschnürt, das auf den ersten Blick viele Stärken aufweist.
Wer mehr als 5000 Euro anzulegen hat und sich für das Produkt entscheidet, kauft dafür einen Korb von Publikumsfonds der Fondsgesellschaft DWS. Swiss Life garantiert dem Anleger jedoch am Ende der Laufzeit mindestens 100 Prozent des eingezahlten Kapitals, so dass ein Verlustrisiko wie beim normalen Fondserwerb praktisch ausgeschlossen ist.
Abgeltungssteuer ist möglich
Zudem gibt es für den Anleger Steuervorteile. Durch den Versicherungsmantel fällt die sonst übliche Abgeltungsteuer bei Kursgewinnen weg. Und wer das Produkt mindestens zwölf Jahre bis zum Endalter von 60 hält und sich am Ende der Laufzeit statt der Kapitalauszahlung für eine Verrentung entscheidet, bei dem wird nur der niedrigere Ertragsanteil besteuert.
Je nachdem, ob man sich selbst um die Fondsanlage kümmern oder sich lieber auf Fachleute verlassen will, wird das Produkt in zwei Arten angeboten. Bei der "Active"-Variante kann der Anleger zwischen acht DWS-Fonds auswählen und diese gewichten, wie es ihm passt, ohne für ein späteres Umschalten Gebühren zahlen zu müssen. Angeboten werden gut geratete Fonds wie "Akkumula" oder "OptiRent".
Wer sich nicht um die Entwicklung der Kapitalmärkte kümmern will, kann sich in der "Comfort"-Variante für drei verschiedene Körbe entscheiden, je nach individueller Risikobereitschaft. Die Verwaltungsgebühren der Fonds liegen mit 0,16 Prozent beim Geldmarktfonds bis hin zu 1,45 Prozent bei den Aktienfonds auf akzeptablem Niveau.
Für das Produkt spricht auch noch der Todesfallschutz ohne Gesundheitsprüfung. Das heißt: Stirbt der Anleger während der Laufzeit, erhalten die Angehören das eingezahlte Geld plus Gewinnanteile ausgezahlt.
Einerseits gehört Mut dazu, in der jetzigen Phase eine Fonds-Lösung, wenn auch mit Kapitalgarantie, anzubieten. Andererseits dürfte die heutige Zeit nicht die schlechteste Zeit zum Einsteigen sein. Zumindest dann, wenn man davon ausgeht, dass sich die Wirtschaft erholt und die Aktien wieder steigen.
Nur Licht, kein Schatten? Der größte Nachteil dürften die Abschlusskosten von fünf Prozent sein, die der Investor am Anfang bezahlen muss und dem Makler als Entlohnung zufließen. Denn diesen Abschlag muss man erstmal an Rendite erzielen, um auf Null zu kommen. Andererseits jedoch ist dieser Preis nicht in Stein gemeißelt und verhandelbar. Bei höheren Summen lässt sich dieser Satz auf bis zu 1,25 Prozent reduzieren.
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(SZ vom 09.04.2009/hgn)
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