Ein Euro pro Monat verspricht die Comdirect ihren Neukunden als Geschenk. Den bekommt aber nur, wer einen monatlichen Geldeingang von 1250 Euro vorweist.
"Nur bei comdirect: Das Girokonto, bei dem es monatlich 1 Euro dazu gibt." Mit diesem Slogan wirbt der Discount-Broker um neue Kunden - offenbar mit Erfolg. Mehr als 230.000 haben bislang ein Girokonto eröffnet. Aber lohnt sich das auch?
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Als Online-Konto spricht es diejenigen an, die bereits dem Filialbanking adieu gesagt haben oder dies tun wollen. An konkurrierenden Internet-Offerten muss sich dieses Angebot messen lassen.
Dabei schlägt zunächst der eine Euro positiv zu Buche, den sich der Kunde monatlich gutschreiben oder auch einem karitativen Zweck (Ärzte ohne Grenzen, SOS Kinderdorf) zukommen lassen kann. Viele Geldhäuser verzichten zwar mittlerweile auf eine monatliche Grundgebühr beim Online-Banking. Geld von der Bank für die Kontenführung - dieser Marketing-Gag ist allerdings bisher nur Comdirect eingefallen.
Den monatlichen Euro bekommt aber nur, wer einen monatlichen Geldeingang von 1250 Euro vorweist, sonst fallen 4,90 Euro an. Damit steht Comdirect in einer Reihe mit Dresdner Bank, Postbank, SEB oder Citibank, die auch nur ab einem bestimmten Geldeingang oder einem Durchschnittsguthaben auf eine monatliche Pauschale verzichten.
Ganz ohne diese Pauschale geht es überregional nur bei Netbank, Wüstenrot Bank sowie den meisten Mitgliedern der Sparda- und PSD-Bankengruppe.
Über die Güte eines Girokontos entscheiden aber noch andere Faktoren, die ins Geld gehen. Bei der Anzahl der Geldautomaten zur kostenlosen Bargeldversorgung liegt Comdirect als Mitglied der so genannten Cash-Group (Commerzbank, Deutsche Bank, Dresdner Bank, HVB und Postbank) mit 7000 Stück bundesweit deutlich vor Online-Konkurrenten wie Netbank oder ING-Diba.
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