Private Krankenkassen gibt es viele - doch welche ist die Beste? Ein Wechsel zahlt sich nicht immer aus.
"Eine private Krankenversicherung erlaubt zwar eine komfortable Absicherung für fast alle denkbaren Gesundheitskosten, doch sie ist keineswegs ein Billigmodell", erklärte Herrmann-Josef Tenhagen, Chefredakteur der von der Stiftung herausgegebenen Zeitschrift Finanztest.
Anzeige
Daher sollten Frauen und auch Männer eine solche private Krankenversicherung (PKV) nicht mit der Absicht abschließen, Geld sparen zu wollen. Über die Jahre hinweg und mit wachsendem Alter müssten die Privatversicherten mit deutlich höheren Beiträgen als Kassenpatienten rechnen.
Geld zurücklegen
Daher empfehle er Privatpatienten, schon in jungen Jahren Geld für den teurer werdenden Versicherungsschutz im Alter zurückzulegen.
Positiv sei, dass die Gesundheitsreform die Einführung eines Basistarifs bei den Privaten vorsehe, um damit die hohen Beitragsrisiken im Alter zu mildern, sagte Tenhagen.
In diesen Basistarif - er sieht Beiträge ohne Gesundheitsprüfung vor, enthält Leistungen vergleichbarer gesetzlicher Krankenkassen und darf den Höchstbeitrag von derzeit 500 Euro nicht überschreiten - können künftig alle Privatversicherten wechseln. Freilich müsste diese neue Regelung von allen PKV-Kunden bezahlt werden.
Drei-Klassen-Gesellschaft
Schon jetzt rechneten Branchenexperten mit Beitragserhöhungen bei den Privaten von mehr als 30 Prozent in den nächsten Jahren. Zudem drohe eine "Drei-Klassen-Gesellschaft in den Arztpraxen", betonte Stephan Kühnlenz, Abteilungsleiter bei der Stiftung.
"In der ersten Klasse sitzen weiterhin die Privatversicherten ohne Basistarif, von denen die Ärzte das meiste Geld bekommen." Gesetzlich Versicherte säßen in der zweiten Klasse, in der dritten dann Privatversicherte mit Basistarif, für die der Arzt kaum noch Leistungsentgelte erhalte.
Sie sind jetzt auf Seite 1 von 2 nächste Seite
Verkehrssünderdatei in Flensburg